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37 Erdstöße seit Jahresbeginn, Seismologen schließen Beben von mehr als 6 Grad nicht aus


37 Erdstöße seit Jahresbeginn, Seismologen schließen Beben von mehr als 6 Grad nicht aus
Foto: flickr.com/exfordy

In Rumänien bebt die Erde zurzeit unaufhörlich, genauer gesagt im Tagestakt – seit Jahresbeginn wurden hierzulande bereits 37 Erdstöße verzeichnet. Die letzten beiden ereigneten sich am Freitagnachmittag in der Rumänischen Tiefebene (Magnitüde 3,8)  und im heimischen Erdbebengebiet Vrancea (Magnitüde 2,8), teilte das Landesinstitut für Geophysik mit. Erst am Dienstag hatte in Vrancea ein Erdstoß der Stärke 4,4 auf der Richterskala stattgefunden, am Vortag war das Banat von einem Beben der Stärke 3,6 heimgesucht worden.
Die derzeitigen Plattenbewegungen in der Rumänischen Tiefebene und Oltenien seien auf die tektonische Aktivität in Asien zurückzuführen, sagte der Ehrenvorsitzende des Landesinstituts für Erdphysik, Prof. Gheorghe Marmureanu, den rumänischen Medien.

„Ein Erdstoß der Stärke 6−6,2 auf der Richterskala kann uns jederzeit durchschütteln, doch haben wir keine große Schäden zu befürchten“, so Marmureanu. Der ehemalige langjährige Leiter des Landesinstituts für Erdphysik erläuterte erneut, dass in Rumänien erst Beben mit einer Magnitüde von mehr als 7 Grad auf der Richterskala gefährlich sind. „Ich sage das, damit verschreckte Bürger nicht schon beim ersten stärkeren Erdstoß aus dem Fenster springen. Ein heftiges Beben ist hierzulande jenes, bei dem wir zunächst eine vertikale und erst danach eine horizontale Stoßrichtung spüren“, erklärte Marmureanu.

Der Experte erinnerte die zurzeit recht verängstigten Bukarester daran, dass die Hauptstadt im Jahr 1990 von zwei Beben mit einer Magnitüde von mehr als 6 Grad binnen 12 Stunden erschüttert wurde und dass damals „nichts Schlimmes passiert“ sei.

Der Leiter der Erdbebenwarte Temeswar, Dan Rau, erläuterte seinerseits gegenüber der Presse, dass ein heftiger Eddstoß im Vrancea-Gebiet nun nicht mehr auszuschließen sei. Das Ergebnis sämtlicher Untersuchungen der seismischen Aktivität des Vrancea-Gebiets in den letzten 600 Jahren habe einen Durchschnitt von 3 schweren Beben pro Jahrhundert ergeben – „ein künftiger heftiger Erdstoß mit dem Epizentrum in Vrancea sollte folglich  niemanden wundern“, so Rau.

Das letzte Erdbeben mit einer Stärke von mehr als 7 Grad auf der Richterskala fand hierzulande im August 1986 statt.

 


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