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AUSLAND

Beispiellose Defizitsanktion: EU straft Ungarn mit Zahlungssperre


Beispiellose Defizitsanktion: EU straft Ungarn mit Zahlungssperre

Erstmals seit Bestehen des Stabilitätspakts geht Brüssel drastisch gegen einen Defizitsünder vor: Die EU-Kommission machte am Mittwoch ihre wiederholten Sanktionsdrohungen gegen Ungarn wahr und beschloss, das Land wegen seines zu hohen Haushaltsdefizits mit dem Einfrieren von Fördergeldern in Höhe vom knapp einer halben Milliarde Euro zu bestrafen. Ungarn habe es versäumt, sein Haushaltsdefizit im letzten Jahr unter den Wert von 3% des Bruttoinlandsproduktes zu drücken; ohne Berücksichtigung von einmaligen Umbuchungen ergäbe sich für 2011 ein Defizit von 6%, teilte EU-Währungskommissar Olli Rehn mit. Rehn und auch Regionalkommissar Johannes Hahn bezeichneten die Entschluss als „angemessen“, der Ball liege nun bei der ungarischen Regierung.

 

Sobald entsprechende Maßnahmen eingeleitet würden, werde auch die Zahlungssperre aufgehoben, sagte Hahn. Budapest muss nun zügig handeln, um sein Haushaltsdefizit zu verringern, ansonsten verliert das Nachbarland ab dem 1. Januar 2013 rund 495 Millionen Euro aus dem Kohäsionsfonds.

 

Die ungarische Regierung bezeichnete die Sanktion in einem Pressrelease als  "unbegründet und ungerecht“ sowie „unter rechtlichem Aspekt angreifbar und wider den Geist der Grundverträge", da sie „ein mutmaßliches, künftiges Vorkommnis“ ahnde.


Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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Blog

Rumänisches Kino kann auch unterhaltsam sein

Montag, 09. April 2012 von Sorin Georgescu

Zwei unlängst erschienene Neuproduktionen zeigen eine für die sogenannte „Neue Welle“ des rumänischen Kinos eher überraschende Eigenschaft: Humor von der natürlichen und erfrischenden Sorte, bei intelligenten Plots und ohne gespreizte Slapsticks. (Die – noch – jungen Regisseure der nach der Wende erfolgreichen Generation wehren sich allerdings zu Recht gegen die von Filmkritikern verwendeten Begriffe, die sie alle in eine Schublade stecken wollen.) 

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