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Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt


Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt
Foto: sxc.hu

In Rumänien scheint der zweite Versuch des heimischen Wasserkraftwerksbetreibers Hidroelectrica, eine Reihe ungünstiger Stromlieferverträge neu auszuhandeln, offenbar erfolgversprechend zu verlaufen. Seit Jahren beziehen hierzulande bekanntlich etliche große Stromverbraucher über Direktverträge − d.h. unter Umgehung der heimischen Strombörse −ihren Strom vom staatlichen Wasserkraftwerksbetreiber zu Niedrigstpreisen. Nach einer ersten gescheiterten Verhandlungsrunde hatte das Wirtschaftsministerium in Bukarest letzte Woche gedroht, die hochumstrittenen Verträge mit einer jahrelangen Laufzeit dem Justizministerium zwecks Prüfung einer umgehenden einseitigen Aufkündigung übermitteln zu wollen.

 

Nun knicken die sogenannten „cleveren Jungs“ aus der Strombranche offenbar der Reihe nach ein − die Nachrichtenagentur Mediafax berichtete am Montagabend unter Berufung auf den Verhandlungen nahestehende Quellen, dass die Großkunden inzwischen einer 10 bis 20%-igen Erhöhung des Strompreises und auch einer Kürzung der Vertragslaufzeiten zugestimmt haben. Zu den „cleveren Jungs“ des heimischen Strommarktes gehören der Aluminiumhersteller Alro Slatina, die Unternehmen Luxten Lightening, Energy Holding, Europec, Electromagnetica, Electrocarbon, ArcelorMittal Galati, Alpiq Romindustries, Alpiq Romenergie, EFT Romania, Electrica, Salrom, die Steinkohle-Gesellschaft Petroºani sowie CLMB Pationar Brasov − sie alle beziehen schon seit Jahren billigen Strom vom maroden Staaunternehmen Hidrolectrica, der sodann teuer weiter verkauft wird. Besagte Nutznießer sollen nun alle zwischen 155 und 164 Lei/Mwh statt der bisherigen 130 Lei/MWh berappen, auch werden die ihnen von Hidroelectrica gelieferten Strommengen künftig um bis zu 20% reduziert.

 

Die Neuaushandlung der für den staatlichen Wasserkraftwerksbetreiber zutiefst schädigenden Veträge gehört zu den Auflagen des Internationalen Währungsfonds (IWF) − sie sollte eigentlich schon bis zum 15. Februar erfüllt werden.


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