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Bukarest: 80.000 Unterschriften gegen Streuner-Euthanasierung


Bukarest: 80.000 Unterschriften gegen Streuner-Euthanasierung
Foto: flickr/InkHong

In Rumänien haben allein in der Hauptstadt Bukarest mehr als 80.000 Bürger eine Protestschrift unterzeichnet, die sich gegen die Euthanasierung der herrenlosen Vierbeiner wendet und die Fortsetzung der bisherigen Sterilisationsprogramme fordert, teilten die rumänischen Tierschützer am Montag mit. Die Unterschriftensammlung war von mehreren Tierschutzorganisationen im Vorfeld der Verabschiedung des umstrittenen Streuner-Gesetzes durch das Parlament eingeleitet worden, aufgrund dessen nun eine auf kranke und/oder aggressive Tiere beschränkte Tötung möglich ist.

 

Die Tierschützer hinterlegten die Unterschriftensammlung nun am Montag beim hauptstädtischen Oberbürgermeisteramt und forderten die Stadtverwaltung auf, bis zum 10. Januar 2012 umgehend Debatten zum Schicksal der formell auf 50.000 und informell auf etwa 200.000 geschätzten Streuner in Bukarest und Umgebung einzuleiten. Da der Verfassungsgerichtshof auf Anrufung am 11. Januar über die Verfassungsmäßigkeit des Streuner-Gesetzes befinden will, gelte es, die Meinung der Hauptstadtbewohner in dieser Frage bis dahin eruiert zu haben. Sollte der Verfassungsgerichtshof das Gesetz durchwinken, so hängt dessen Inkrafttreten nur noch vom Staatschef ab, der es entweder promulgieren oder zwecks Änderungen an das Parlament zurückschicken kann.

 

Die Tierschutzorganisationen forderten zudem die heimische Presse auf, künftig von Medienberichten über von Streunern gebissene Bewohner abzusehen − die Medien sollten lieber über jene Menschen berichten, die Hunde und ganze Würfe aussetzen, so die recht bedenkliche Aufforderung.

 


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