Über uns | Kontakt | Abonnieren | RSS
 
 
 

Ceausescus erneut beigesetzt


Ceausescus erneut beigesetzt
Beliebtes Stencil-Graffiti
in Bukarest

Die sterblichen Überreste des rumänischen Diktatorenpaars Nicolae und Elena Ceausescu sind am Mittwoch in aller Stille wieder am Ghencea-Friedhof beigesetzt worden − allerdings an einem neuen Ort, teilte Bogdan Tanase, Verwalter der Bukarester Friedhöfe, am Donnerstag der Nachrichtenagentur Mediafax mit. Tanase zufolge liegen die Ceausescus nun in einem gemeinsamen Grab − nicht in getrennten, wie es bis zu ihrer Exhumierung am 21. Juli der Fall gewesen war.  

Das Gerichtsmedizinische Institut in Bukarest hatte letzten Monat die Übereinstimmung aufgrund von DNA-Analysen bestätigt, nachdem der älteste und inzwischen einzig überlebende Sprössling des Paares, Valentin Ceausescu, sowie dessen Schwager Mircea Oprean Zweifel an der Identität der Leichen geäußert hatten. Ob Rumäniens kommunistischer Gewaltherrscher und dessen Frau nun tatsächlich kirchlich bestattet worden sind, wie es Schwiegersohn Oprean im Sommer plante, ließ Friedhofsverwalter Tanase offen.

 

Tags:  |  |  | 

Der Kommentar

Politische Trugbilder

Donnerstag, 12. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Immer öfter – und immer intensiver – wird in Rumänien über eine neue Partei diskutiert. Diese sei angesichts der seuchenartig um sich greifenden Politikverdrossenheit der Wähler dringend notwendig. Diese neue Partei, für die bürgerliche Intelektuelle gerade schwärmen, hat weder Geld, noch Medien auf ihrer Seite. Und noch weniger eine klare Ideologie. Klar, sie ist gegen Korruption. Aber Ehrlichkeit ist eine Grundeinstellung, keine Ideologie und schon gar keine Doktrin.

[ mehr... ]
Blog

Vom Bildungs- zum Wutbürger

Dienstag, 10. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Die Debatte um den Gesetzentwurf zur Einführung von Synchronfassungen aller ausländischen Kino- und Fernsehfilme widerspiegelt die Einstellung in der rumänischen Gesellschaft auf perfekte Weise. Der Englisch und/oder Französisch sprechende Bildungsbürger hat sich zum Wutbürger gemopst, er hat Petitionen gegen die Initiative ins Internet gestellt und auf Facebook gewettert.

[ mehr... ]