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David gegen Goliath: Kann eine kleine Fledermaus das Ende eines milliardenschweren Goldprojekts einläuten?


David gegen Goliath: Kann eine kleine Fledermaus das Ende eines milliardenschweren Goldprojekts einläuten?
Rhinolophus hipposideros
Foto: speotimis.ro

Heutzutage baut kaum jemand noch Tierdenkmäler - weder in Rumänien noch sonstwo. Aber das könnte/sollte sich bald ändern. Denn diese possierliche Fledermaus wird wahrscheinlich bewirken können, was den menschlichen Gegnern des Goldprojekts im rumänischen Rosia Montana bisher misslungen ist: nämlich dem Vorhaben endgültig zu begraben. Nach einem Bericht (hier in englischer Sprache) von zwei Wissenschaftlern des naturgeschichtlichen Museums Grigore Antipa in Bukarest soll die Fledermausart Rhinolophus hipposideros - zu Deutsch Kleine Hufeisennase - in den Galerien des Carnic-Gebirgsmassivs entdeckt worden sein. Und die kleine Hufeisennase steht eindeutig in Anhang 2 der EU Richtlinie 92/42/EWG zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wildlebenden Tiere und Pflanzen (die sogenannte Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie, kurz FFH).

 

Theoretisch sollte sich die Sache damit erledigt haben, denn es ist schließlich höchst unwahrscheinlich, dass das großangelegte Projekt mit Wegsprengung von ganzen Bergen die artenschutzrechtlichen Bestimmungen der FFH-Richtlinie einhalten kann. Die Richtlinie (Volltext hier) lässt zwar bestimmte Ausnahmen zu, doch dürfte es schwer sein, die Vorausetzungen zu erfüllen. Der rumänische Umweltminister müsste theoretisch ab dato von jeglicher Genehmigung für das Goldbauprojekt absehen. 


Der Kommentar

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