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Glück im Unglück: Bosch-Gruppe bestätigt Werkserrichtung in Cluj; chinesischer Telekommunikationsausrüster ZTE fasst Nokia-Produktionslinie in Jucu ins Auge


Glück im Unglück: Bosch-Gruppe bestätigt Werkserrichtung in Cluj; chinesischer Telekommunikationsausrüster ZTE fasst Nokia-Produktionslinie in Jucu ins Auge
Firmensitz Robert Bosch GmbH
Foto: Wikimedia Commons

Nach dem Nokia-Debakel darf Rumänien offenbar doch noch auf ein Happyend für den vom Abzug des finnischen Handyriesen direkt betroffenen Verwaltungskreis Cluj/Klausenburg hoffen: Der Vorsitzende des Kreisrates Cluj, Alin Tise, gab am Freitag bekannt, dass die deutsche Bosch-Gruppe im lokalen Industriepark Tetarom, gleich neben dem abzuwickelnden Nokia-Standort, ein eigenes Werk für Autokomponenten plant. Die Investition des deutschen Konzerns werde voraussichtlich bereits in einer ersten Etappe mehr als 1000 Arbeitsplätze schaffen, sagte Tise.

 

Den rumänischen Medien gegenüber bestätigte die Bosch-Leitung, dass die Gruppe sich in „fortgeschrittenen Verhandlungen mit der rumänischen Regierung und der Verwaltung des Gewerbeparks in Cluj“ für die Errichtung eines Werkes vor Ort befinde. Es wäre der vierte Standort der Bosch-Gruppe in Rumänien − nach Bukarest, Blaj und Timisoara/Temeswar.

 

An der Nokia-Produktionslinie in Jucu bei Cluj könnte indes der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE interessiert sein, teilte Lorian Vintila, Strategie-Chef des Konzerns für Rumänien, mit. Allerdings warte die Konzernleitung zunächst darauf, dass der Nokia-Vertrag nach Zustimmung der finnischen Seite von den rumänischen Behörden öffentlich gemacht wird − der ZTE-Konzern wolle natürlich sämtliche Vertragsklauseln kennen, bevor er bezüglich Jucu eine Entscheidung treffe, so Vintila. Nach dessen Angaben trifft die ZTE-Konzernleitung Ende Oktober hierzulande ein − der chinesische Telekommunikationsanbieter will in Rumänien ein Werk für IPTV-Ausrüstungen, Smartphones und Tablets errichten, das bereits Mitte 2012 seine Produktion aufnehmen soll. Derzeit fasse ZTE auf Vorschlag von Kommunikationsminister Valerian Vreme einen Standort im Raum Constanta ins Auge − die Location sei für den chinesischen Konzern hochinteressant, da sie unweit des Airports, des Hafens, der Autobahn und auch des Donau-Schwarzmeerkanals liege. Allerdings sei auch Jucu eine interessante Option, nach Veröffentlichung des Nokia-Vertrags werde die ZTE-Konzernleitung umgehend eine Entscheidung treffen, so Vintila.

 

Und auch der Einstieg des chinesischen Hightech-Konzerns Huawei in Rumänien scheint inzwischen in trockenen Tüchern − allerdings visiert die Investition den Raum Bukarest. Huawei hatte bereits anlässlich des China-Besuchs von Ministerpräsident Boc bekanntgegeben, hierzulande sein viertes Global Support Centre − nach China, Indien und Mexiko − eröffnen zu wollen. Bis 2014 sollen im rumänischen Huawei Support Centre insgesamt 1500 Arbeitsstellen entstehen.

 

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