Über uns | Kontakt | RSS
 
 
 

IWF rechnet mit Wachstum von bis zu 2% in Rumänien


IWF rechnet mit Wachstum von bis zu 2% in Rumänien
Jeffrey Franks
Foto: gov.ro

Der IWF-Chefunterhändler für Rumänien, Jeffrey Franks, hat am Sonntag das Fazit der jüngsten Evaluierungsmission des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission bekanntgegeben: Das Schiff Rumänien habe den bisherigen Wirtschaftssturm gut bewältigt − da jedoch über Europa neue Sturmwolken aufzögen, gelte es, „aufzupassen, wie es nun durch die neuerlich stürmische See gesteuert“ werde, sagte Franks. Rumänien habe im letzten Jahr ein Wachstum seiner Wirtschaftsleistung von höchstwahrscheinlich 2,5% verzeichnet – „für 2012 erwarten wir eine ähnlich positive Entwicklung bzw. ein Wachstum von 1,5 bis 2% des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die schlechte Nachricht lautet allerdings, dass dieses Wachstum zu gering ist, um den Lebensstandard der Rumänen deutlich zu verbessern“, erläuterte der Chefunterhändler des IWF.

 

Für Rumänien würden sich daher wachstumsfördernde Maßnahmen empfehlen, des Weiteren sei eine umgehende Reform der maroden Staatsunternehmen vonnöten. „Die Staatsunternehmen benötigen dringende Reformmaßnahmen zu deren Effizientisierung. Die Reformen sollten die Privatisierung der Staatsunternehmen anvisieren − anhand eines Verkaufs mehr- oder minderheitlicher Anteilspakete − und auch die Einführung eines privaten Managements ins Auge fassen. Zurzeit werden bereits etliche Strategien umgesetzt, durch die die Schulden der Staatsunternehmen zurückgefahren werden sollen“, fügte Franks hinzu. Auch könne er die Besorgnis der Bevölkerung in punkto Reform des Gesundheitswesen gut nachvollziehen, allerdings sei diese angesichts des zutiefst maroden Systems unumgänglich.

 

Ein höheres Wachstum ist laut Meinung der internationalen Finanzexperten nur durch einen steigenden Konsum und daher aufgrund leicht angehobener Löhne und Renten sowie der Schaffung weiterer Arbeitsplätze erzielbar − für die Behörden in Bukarest gelte in diesem Punkt allerdings ein besonders umsichtiges Taktieren, da eine Anhebung des Mindestlohns automatisch auch zu weniger Einstellungen führen werde, warnte Franks.


Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

[ mehr... ]
Blog

Rumänisches Kino kann auch unterhaltsam sein

Montag, 09. April 2012 von Sorin Georgescu

Zwei unlängst erschienene Neuproduktionen zeigen eine für die sogenannte „Neue Welle“ des rumänischen Kinos eher überraschende Eigenschaft: Humor von der natürlichen und erfrischenden Sorte, bei intelligenten Plots und ohne gespreizte Slapsticks. (Die – noch – jungen Regisseure der nach der Wende erfolgreichen Generation wehren sich allerdings zu Recht gegen die von Filmkritikern verwendeten Begriffe, die sie alle in eine Schublade stecken wollen.) 

[ mehr... ]