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Jucu entwickelt sich nach Nokia-Debakel zum Investoren-Magnet


Jucu entwickelt sich nach Nokia-Debakel zum Investoren-Magnet
Das ehemalige Nokia-Werk
im Industriepark Tetarom III
Foto: tetarom.ro

Glück im Unglück: Das Debakel um den Nokia-Rückzug aus Rumänien hat offenbar Investoren aus aller Welt auf den Industriepark Tetarom bei Jucu, Landeskreis Cluj-Klausenburg, aufmerksam gemacht. Nach dem Kauf der Nokia-Produktionsstätte bei Jucu durch den italienischen Elektrokonzern De ’Longhi und dem bevorstehenden Einstieg der deutschen Unternehmensgruppe Bosch vor Ort wollen sich nun offenbar auch ein Konzern aus Asien sowie zwei niederländische Investoren im zentralrumänischen Raum Cluj/Klausenburg niederlassen.   


Der Klausenburger Kreisratsvorsitzende Alin Tise sagte der rumänischen Presse am Samstag, dass zurzeit Verhandlungen mit einem „bedeutenden asiatischen Konzern“ aus der Autobranche über dessen Einstieg im Raum Cluj laufen, allerdings sei er nicht befugt, den Namen des potenziellen Großinvestoren aus Asien bekanntgeben. Dafür kündigte Tise den Einstieg zweier niederländischer Unternehmen an: Das Logistikunternehmen Vos Logistics expandiere nach Rumänien und plane ein erstes Zentrum in Cluj, unweit der Siebenbürgen-Autobahn. Und auch das niederländische Unternehmen Fencs Industries habe beschlossen, im Raum Cluj, bei Apahida, eine Produktionsstätte für Gemüse- und Milchverarbeitung zu eröffnen. Der Kreisrat rechne, dass damit in einer ersten Etappe mindestens 250 Arbeitsplätze entstehen, sagte Tise.


Die heimischen Analysten sind derweil der Meinung, dass allein der Einstieg von Bosch und De ’Longhi aus wirtschaftlicher Sicht den Abzug des finnischen Handyriesen wettmachen wird. 2011 waren im Nokia-Werk bei Jucu bis zum Produktionsaus Handys im Wert von rund 940 Millionen Euro gefertigt worden, 2010 hatte der Umsatz von Nokia Romania bei 6,7 Milliarden Lei und damit bei 1,3% des Bruttoinlandsprodukts des Landes gelegen.
 


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