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MdEP aus Rumänien und Polen rufen zum Großboykott niederländischer Waren in allen 12 neuen EU-Staaten auf


MdEP aus Rumänien und Polen rufen zum Großboykott niederländischer Waren in allen 12 neuen EU-Staaten auf
MdEP Sebastian Bodu
Foto: europarl.europa.eu

Der rumänische Europaabgeordnete Sebastian Bodu (EVP) und sein polnischer Kollege Jacek Saryusz-Wolski (Leiter der polnischen Delegation der EVP-Fraktion) fordern in einem offenen Schreiben alle Bürger der 12 neuen Mitgliedstaaten der EU auf, angesichts des Hetz-Portals des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders gegen mittel- und osteuropäische Zuwanderer und der hierzu ausstehenden Reaktion der Regierung in Den Haag ab sofort sämtliche niederländischen Waren zu boykottieren, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax am Freitag.

 

Das Beschwerdeportal des Chefs der Freiheitspartei PVV sei „entwürdigend“, während die Haltung der niederländischen Regierung nur als „bedrohlich“ empfunden werden könne, heißt es in dem Schreiben der beiden Europaabgeordneten. Der konservative Ministerpräsident Mark Rutte habe es bisher hartnäckig vermieden, sich von dem Internet-Pranger des Rechtspopulisten Geert Wilders zu distanzieren und stattdessen Wilders Politik nach Strich und Faden umgesetzt, zitierte Mediafax aus dem Schreiben.

 

Es sei an der Zeit, dass die Regierung in Den Haag nun eine „klare Botschaft“ der rund 100 Millionen Bürger aus Mittel- und Osteuropa erhalte − deren Rechte ja schließlich die gleichen wie die der Niederländer seien. „Wir rufen deshalb zum Großboykott aller niederländischen Produkte in sämtlichen 12 Mitgliedstaaten auf, die der EU ab 2004 beigetreten sind. Wenn Diplomatie versagt, sind die Bürger berechtigt, direkt und mittels demokratischer Instrumente einzugreifen − wie etwa anhand des Rechts eines jeden Verbrauchers auf freie Produktwahl. Es ist an der Zeit, der niederländischen Regierung und der rechtsradikalen Partei, von deren Tolerierung sie abhängt und deren extremistische Aktionen sie toleriert, eine dezidierte Botschaft zukommen zu lassen“. Die mittel- und osteuropäischen Bürger seien entsprechend aufgefordert, ab sofort Produkte der Konzerne Shell, Heineken, Dove, TNT, Amstel, Lipton, Rexona, Knorr, Axe, Wolters Kluwer, Tom Tom u.a. zu ignorieren, wobei die Liste natürlich offen sei. Man könne auch ohne die Produkte dieser Konzerne leben, heißt es im Schreiben der Europabgeordneten Bodu und Saryusz-Wolski.


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