Über uns | Kontakt | RSS
 
 
 

Minus 25 Grad: Rumänien bibbert bei sibirischer Kälte


Minus 25 Grad: Rumänien bibbert bei sibirischer Kälte
Foto: Rosel Eckstein/pixelio.de

Nach den schweren Schneestürmen der letzten Tage wird Rumänien nun von arktischer Kälte heimgesucht: In der Nacht auf Samstag drückte die Extrem-Kältewelle das Thermometer vielerorts im Land bis unter minus 25 Grad Celsius. Am Kältepol Rumäniens, bei Intorsura Buzaului, wurden am Samstagmorgen -26,2 Grad gemessen, im gesamten Landeskreis Covasna lagen die Werte bei unter -20 Grad. In Baraolt wachten die Einwohner bei -17 Grad auf, in der Hauptstadt Bukarest wurden am Morgen frostige -11 Grad gemessen.


Die Metereologen warnen, dass der beißende Frost seine sibirischen Dimensionen auch in den kommenden Tagen beibehält: Bis kommenden Freitag, dem 3. Februar, muss in weiten Teilen des Landes – der Moldau, dem Altreich, Oltenien, der Dobrudscha, Siebenbürgen und der Maramuresch − mit Tageswerten zwischen -10 und -20 Grad gerechnet werden. Einzig der Westen bleibt von den Polartemperaturen verschont, hier dürfte das Thermometer auf lediglich -6 Grad sinken. Im Zentralrumänien hingegen, insbesondere in Ostsiebenbürgen, ist mit Werten von bis zu -25 Grad zu rechnen. Frostig bleibt es auch in Bukarest, wo die Tageshöchstwerte in den kommenden Tagen bei -8 bis -10 Grad liegen werden, nachts sinken sie sodann auf bis zu -16 Grad.

In der Nacht auf Samstag brach nach Angaben des Stromversorgers CEZ zudem die Stromversorgung in mehr als 40 Ortschaften im Süden des Landes zusammen − am meisten betroffen ist derzeit der Landeskreis Arges.


In Bukarest teilten die Behörden mit, dass die in der Nacht auf Samstag im Landeskreis Cluj/Klausenburg ein weiteres Kälteopfer verzeichnet wurde - bereits das fünfte hierzulande. Zudem stecken auf der A2 weiterhin 25 Lkw in den Schneemassen fest. Die Schneeräumungsarbeiten konnten indes auf Dutzenden National- und Landstraßen beendet werden, die am Morgen wieder für den Verkehr freigegeben worden sind. Weiterhin geschlossen waren am Samstagmorgen noch 11 Nationalstraßen sowie die „Sonnen-Autobahn“ an die Schwarzmeerküste.


Gesperrte Nationalstraßen:


•    Die A2 Bukarest – Constanta
•    Die DN22 Ramnicu Sarat – Braila (Landeskreis Buzau)
•    Die DN3 Lehliu Bahnhof – Calarasi (Landeskreis Calarasi)
•    Die DN24D Barlad – Galati (Landeskreis Galati)
•    Die DN2C Costesti – Smeeni – Pogoanele – Padina (Landeskreis Buzau)
•    Die DN22F Nalbant – Horia (Landeskreis Tulcea)
•    Die DN22D Macin – Caugagia (Landeskreis Tulcea)
•    Die DN23B Maicanesti – Ciorasti – Codresti (Landeskreis Vrancea)
•    Die DN2N Bogza – Dumbraveni – Jitia (Landeskreis Vrancea)
•    Die DN23A Gologanu – Ciorasti (Landeskreis Vrancea)
•    Die DN2L Tisita – Panciu (Landeskreis Vrancea)
•    Die DN5A Hotarele – Mironesti – Varlaam (Landeskreis Giurgiu)

 


Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

[ mehr... ]
Blog

Rumänisches Kino kann auch unterhaltsam sein

Montag, 09. April 2012 von Sorin Georgescu

Zwei unlängst erschienene Neuproduktionen zeigen eine für die sogenannte „Neue Welle“ des rumänischen Kinos eher überraschende Eigenschaft: Humor von der natürlichen und erfrischenden Sorte, bei intelligenten Plots und ohne gespreizte Slapsticks. (Die – noch – jungen Regisseure der nach der Wende erfolgreichen Generation wehren sich allerdings zu Recht gegen die von Filmkritikern verwendeten Begriffe, die sie alle in eine Schublade stecken wollen.) 

[ mehr... ]