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Papst Benedikt erhebt rumänischen Geistlichen in Kardinalsstand


Papst Benedikt erhebt rumänischen Geistlichen in Kardinalsstand
Lucian Muresan
Foto: catholica.ro

Papst Benedikt XVI. hat am Samstagvormittag bei einem öffentlichen Kardinalskonsistorium in Vatikan den Großerzbischof der mit Rom unierten griechisch-katholischen rumänischen Kirche, Lucian Muresan, und weitere 21 Geistliche und Theologen in den Kardinalsstand erhoben.

Der 80-jährige rumänische Großerzbischof wird damit nach den Kardinälen Iuliu Hossu und Alexandru Todea der dritte Purpurträger in der Geschichte Rumäniens.

 

Insgesamt wurden heute 16 Europäer, zwei Geistliche aus den USA, des Weiteren ein Kanadier, ein Inder, ein Chinese und ein Brasilianer zum Kardinal erhoben. 18 der 22 neuen Kardinäle sind jünger als 80 Jahre, berichtete Radio Vatikan − sie können folglich an einem Konklave teilnehmen und den Nachfolger des aktuellen Pontifex wählen.



Lucian Muresan war 1990, kurz nach der Wende in Rumänien, von Papst Johannes Paul II. zum Bischof ernannt worden. Er wurde 1931 in Firiza bei Baia Mare in einer griechisch-katholischen Familie geboren. Wegen des 1948 erfolgten offiziellen Verbots der rumänischen griechisch-katholischen Kirche und der weitreichenden Repressionen gegen sie eignete sich Muresan seine theologischen Kenntnisse im Geheimen an, die Priesterweihe empfing er im Alter von 33 Jahren. Beruflich war er unter anderem als Arbeiter in einem Wasserkraftwerk, in einem Steinbruch und im Straßenbau tätig, er wurde jahrelang vom ehemaligen Geheimdienst Securitate verfolgt. Nach dem Fall des Ceausescu-Regimes und seiner Ernennung zum Bischof übernahm er 1994 die Leitung des Erzbistums Fagaras und Alba Iulia. 2005 erhob ihn Papst Benedikt XVI. zum ersten Großerzbischof der griechisch-katholischen rumänischen Kirche.


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