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Regierungschef Boc: Kann keine Lohn- und Rentenerhöhungen bieten, sondern bloß Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft


Regierungschef Boc: Kann keine Lohn- und Rentenerhöhungen bieten, sondern bloß Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft
Foto: gov.ro

In Rumänien hat Ministerpräsident Emil Boc am Dienstagabend in seinem ersten Fernsehinterview seit Ausbruch der Kundgebungen gegen die Sozialpolitik der Machthaber aufgezeigt, dass trotz der inzwischen stabilisierten Wirtschaft und des Wachstums von letztem Jahr gegenwärtig Lohn- und Rentenerhöhungen ausgeschlossen sind. „Ich kann Ihnen weder Geld noch meinen Rücktritt anbieten, sondern bloß Maßnahmen zur Stützung der Wirtschaft, Förderung der Investionen und Schaffung von Arbeitsplätzen“, sagte Boc im Fernsehsender B1TV.

Der sichtlich übermüdete und erstmals unrasierte Liberaldemokrat erläuterte, dass die Austeritätsschiene für keinen Regierungsschef ein leichter Beschluss sei − es sei viel einfacher, mit Versprechungen über Lohn- und Rentenerhöhungen aufzuwarten und sich hoher Popularitätswerte zu erfreuen.

Doch seien die Zeiten des Wohlstands auf Pump europaweit endgültig vorbei − das müssten leider auch die Rumänen begreifen. So sehr es die Bevölkerung auch schmerze, bringe es nichts, sich an Hoffnungen auf Zeiten wie im Zeitraum 2005-2008 zu klammern, als jedermann fleißig dabei war, eine Vielzahl von Konsum-, Immobilien- und sonstigen Krediten aufzunehmen, sagte Boc. Fortan „können wir nicht mehr über unsere Verhältnisse leben. Auch die Regierung nicht“.

Über einen eventuellen Rücktritt befragt, sagte der Ministerpräsident, dass derzeit wichtig sei, jene Schritte zu unternehmen, die im Interesse der Landes und nicht der einen oder anderen Partei seien − egal, ob es sich dabei um die Parteien der Regierungskoalition oder der Opposition handele.


 


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