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Rumänischer Eishockeyspieler von ungarischstämmigen Mitspielern verprügelt


Rumänischer Eishockeyspieler von ungarischstämmigen Mitspielern verprügelt
Foto: rohockey.ro

Ein schwerer Zwischenfall mit eindeutig interethnischem Motiv sorgt in Rumänien zurzeit für einen Eklat: Wie am Mittwoch bekannt wurde, ist der einzige rumänische Eishockeyspieler der U16-Nationalmannschaft am 1. Dezember, dem Nationalfeiertag Rumäniens, wegen seiner Abstammung von drei ungarischstämmigen Mitspielern verprügelt und wüst beschimpft worden − der Bukarester Cosmin Marinescu zog sich umgehend aus dem Juniorenteam zurück. Der Skandal brach erst heute aus, nachdem eine Anzeige seines Vaters beim Rumänischen Olympischen Komitee einging.

 

Der Vorfall ereignete sich in den Umkleideräumen des Eisstadions „Vakar Lajos“ in der zentralrumänischen Stadt Miercurea Ciuc, wo die U16-Junioren gerade ihr Training absolvierten. Marinescu soll auf dem Weg zu den Umkleideräumen von einem seiner Mitspieler auf Ungarisch beschimpft worden sein und diesen daraufhin aufgefordert haben, „zumindest heute, wo doch der 1. Dezember ist“, Rumänisch zu sprechen bzw. zu fluchen. Wenige Minuten später wurde er beim Duschen von drei ungarischstämmigen Teamkollegen überfallen, mit nassen Handtüchern minutenlang geschlagen und wüst beschimpft.

 

In einer Pressemitteilung bestätigte Tanczos Barna, Präsident des Rumänischen Eishockeyverbandes, heute, dass Cosmin Marinescu „inakzeptablen körperlichen und verbalen Erniedrigungen ausgesetzt“ wurde. Der Spieler schied noch am gleichen Abend aus dem Eishockeyteam aus. Die Ergebnisse einer ersten Untersuchung des Rumänischen Eishockeyverbandes liegen bereits vor - man wolle zwar den Abschluss der Ermittlungen des Rumänischen Olympischen Komitees abwarten, sei sich aber schon einig, die drei Täter aus dem U16-Nationalteam Rumäniens auszuschließen, sagte Tanczos am Mittwochabend.

 

Inzwischen hat sich auch der Landesrat zur Bekämpfung der Diskriminierung eingeschaltet − man werde in den kommenden Tagen und Wochen eingehende Ermittlungen vornehmen und sämtliche in den Vorfall verwickelten Parteien verhören, der Eishockeyverband sei über die anstehende Untersuchung bereits formell unterrichtet worden, teilte Ratsvorsitzender Csaba Asztalos mit.

 


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