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Rumänien: Ex-Regierungschef Adrian Nastase in Korruptionsverfahren vorerst freigesprochen


Rumänien: Ex-Regierungschef Adrian Nastase in Korruptionsverfahren vorerst freigesprochen
Adrian Nastase

In Rumänien ist der frühere sozialdemokratische Regierungschef Adrian Nastase am Donnerstag in einem der drei gegen ihn anhängigen Gerichtsverfahren vorerst der Bestechung für nicht schuldig befunden und entsprechend freigesprochen worden. Laut Sitzungsprotokoll konnten die Richter am Obersten Gerichtshof in der so genannten "Akte Tamara" keinen Straftatbestand feststellen. Gegen das Urteil, in dem die beiden anderen Mitangeklagten Ion Melinescu und Ristea Priboi ebenfalls freigesprochen wurden, kann die Staatsanwaltschaft Revision einlegen.

 
Zum Hintergrund: Laut Anklageschrift hat Ion Melinescu, damals Mitglied der Leitung des Amts zur Bekämpfung der Geldwäsche, Adrian Nastase informiert, dass seine Behörde die Einzahlung von 400.000 Dollar auf ein Bankkonto durch Nastases Ehefrau Dana von Amts wegen untersuche. Melinescu wollte die Ermittlung bis nach den Wahlen im gleichen Jahr auf Eis legen. Nachdem Nastase Premierminister wurde, ließ Melinescu als frischer Amtsleiter die Akte verschwinden und übergab sie Ristea Priboi, einem engen Mitarbeiter von Nastase. Dies geschah anscheinend in Anwesenheit eines Geschäftsmanns, der später - selbst inhaftiert - Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstattete und als Zeuge der Anklage auftrat. Die entwendete Akte soll nachgewiesen haben, dass die 400.000 Dollar nicht mit den Einkünften der Familie Nastase zu vereinbaren waren.
 
 
Dana Nastase gab indes an, das Geld von ihrer damals 91jährigen Tante Tamara Cernasov geerbt zu haben - es stamme aus dem Verkauf mehrerer Vermögensgegenstände, für die allerdings bei der Staatsanwaltschaft kein Eigentumsnachweis erbracht werden konnte.
 
 
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