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Rumänien: Staatschef Basescu boykottiert niederländische Waren


Rumänien: Staatschef Basescu boykottiert niederländische Waren
Foto: Mircea Moira

Staatspräsident Traian Basescu boykottiert wegen der Blockade Den Haags in punkto Schengen-Beitritt Rumäniens neuerdings niederländische Waren. Reporter des Nachrichtensenders RTV ertappten den Staatschef am Samstag bei Wochenendeinkäufen in einem Bukarester Supermarkt, wo Basescu hartnäckig Gemüse und Obst aus den Niederlanden mied. Darauf angesprochen, erläuterte der Staatschef: „Ich gebe zu, Gemüse aus den Niederlanden soweit wie möglich gemieden zu haben. Leider gibt es immer weniger rumänisches Gemüse im Handel. Ich habe auf spanische und türkische Ware zurückgegriffen. Ich meine, dass es derzeit angebracht ist, von Gemüse aus den Niederlanden abzusehen.“

 

Das Staatsoberhaupt hatte erst tags davor die Haltung der Niederlande, die den Schengen-Beitritt Rumäniens und Bulgariens nach wie vor inzwischen als einziger EU-Staat blockieren, als „missbräuchlich“ bezeichnet. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte verlautete indes am Freitag, dass die Niederlande selbst im März kommenden Jahres auf ihrem “Nee” durchaus beharren könnten. „Ich schließe nicht aus, dass die Niederlande erneut ‚nein’ sagen werden“, so Rutte.

 


Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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