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Rumänien: Straßenproteste leicht abgeflaut


Rumänien: Straßenproteste leicht abgeflaut
Foto: Mircea Moira

In Rumänien gehen die Protestkundgebungen gegen die Machthaber, aber auch gegen das gesamte politische System des Landes mittlerweile in die zweite Woche − sie flauen indes sowohl zahlen- als auch flächenmäßig tagtäglich etwas ab. Nach Angaben der Gendarmerie gingen am Freitag, dem neunten Tag der Kundgebungen, landesweit etwa 2000 Menschen auf die Straße, in Bukarest versammelten sich am Universitätsplatz zur Spitzenzeit rund 400 Menschen.

Neben den bereits „eingebürgerten“ einigen Dutzend Protestlern am Uni-Platz waren gestern die Lehrerschaft un die Fußball-Anhänger besonders gut vertreten − letztere demonstrierten jedoch friedlich und sahen diesmal von Ausschreitungen jeglicher Art ab. Angesichts des zeitweilig dichten Schneegewirbels riefen viele Demonstranten neben den üblichen Sprüchen auch: „Ob Schnee oder Regen, wir bleiben hier!“

 

Die rumänische Presse zeigte indes am Freitag auf, dass etliche Protestler sowohl in Bukarest als auch in weiteren Städten des Landes von der Opposition gedungen werden - Aufnahmen mit versteckter Kamera bezeigen, dass im hauptstädtischen Studentenviertel "Regie" jugendliche Demonstranten für einen "Tagessatz" von 50 Lei angeheuert werden können, während der "Tarif" der Einwohner des Hauptstadtvorortes Otopeni bei 100 Lei liegt. Die Aufnahmen der Undercover-Journalisten mehrerer überregionaler Tages- und Online-Zeitungen (Evenimentul Zilei, Gandul u.a.) zeigen, wie Parteiaktivisten der oppositionellen Sozialisten und Liberalen die Profi-Protestler fein säuberlich auf Listen eintragen, letztere quittieren den Empfang des Honorars sodann mit ihrer Unterschrift.


Der Kommentar

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