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Sonderbare Akquise: Rumänischer Geheimdienst SRI kauft Kondome ein


Den Journalisten der Bukarester Gratis-Zeitung Ring wird die Beschaffungspolitik einer Einheit des rumänischen Nachrichtendienstes SRI zumindest skurril vorgekommen sein: was wird ein Geheimdienst mit mehreren Dutzend Kondomen anfangen können? Zu vermuten bei solchen Akquisen ist in Rumänien oft die Bevorzugung eines Bekannten oder Verwandten mit eigener Firma durch irgendwelche Verantwortlichen einer Behörde, daher auch wahrscheinlich der Argwohn der Presse. Nicht aber diesmal.

Die Erklärung der Behörde klang einleuchtend: Wie SRI-Sprecher Bercaru mitteilte, dienen die gekauften Kondome nicht herkömmlichen Zwecken. Sie werden bei der kontrollierten Neutralisierung von Unkonventionellen Spreng- oder Brandvorrichtungen (USBV) eingesetzt. Dabei werden die Verhüterli je nach Beschaffenheit der USBV mit Wasser, Gel, Sand oder Kugeln gefüllt und mittels eines sogenannten Disruptors auf die Vorrichtung geschossen. Weil sie widerstandsfähiger als Ballons sind, scheinen sich Kondome in der Praxis besser zu bewähren. So einfach ist das. 

 

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