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Tierschützer bitten um dringende Hilfe: Streuner beim Tierasyl Glina praktisch unter Schneemassen begraben


In Rumänien ersuchen die beiden Tierschutzvereine „ROBI“ und „A doaua sansa“ in einem verzweifelten Appell um Hilfe seitens der Tierliebhaber im Raum Bukarest: Das Tierasyl Glina vor den Hauptstadttoren ist komplett eingeschneit, die rund 300, in Käfigen untergebrachten Hunde sind zurzeit praktisch bei lebendigem Leib im Schnee begraben. Nur 6 Menschen waren nach Angaben der beiden Vereine am Donnerstagabend vor Ort, um die Tiere freizuschaufeln – es sei ein Wettlauf gegen die Zeit, jede helfende Hand sei willkommen, um die Hunde möglichst noch heute zu retten, ansonsten dürfte es wohl zu spät sein, heißt es im Appell der beiden Vereine.
Freiwillige können Vertreter der beiden Tierschutzvereine unter folgenden Handy-Nummern erreichen: Carmen - 0744 440 089; Ioana - 0769 681 129

Ebenfalls eingeschneit sind auch die Tierasyle Mogosoaia und Jilava, teilte Robert Lorentz, Leiter der Bukarester Tierschutzbehörde, mit.

 


Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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