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Traian Basescu - ein Kapitän, doch was für einer?


 

Nach wochenlangem, ohrenbetäubenden Stillschweigen hat sich Präsident Basescu doch noch zu den Protesten in Bukarest und anderen Städten geäußert. Ja, er sei sich eigenen Patzern durchaus bewusst, aber er sei ein Schiffskapitän und werde Rumänien in den sicheren Hafen steuern.
Seine engen Mitarbeiter hätten ihm von der Seemannsrethorik abraten sollen.
 
Erstens zieht sie nicht mehr bei den Wählern,  zweitens ist und war das Kapitänspatent sowieso kein Blankoscheck für richtige Politik. Drittens aber ist die Katastrophe der Costa Concordia zu aktuell, als dass man sich nicht fragen könnte, ob Präsident Basescu ein braver Gregorio De Falco ist oder ein peinlicher Francesco Schettino. 
 
Wenn wir schon von Kapitänsfiguren sprechen: Es ist eher so, dass Basescu immer mehr der Figur des Captain Queeg in Herman Wouks Roman über die Meuterei auf der USS Caine nahekommt. Wie Queeg schien Basescu eingangs der richtige Mann für den Job, Rumänien - die USS Caine - auf Vordermann zu bringen. Wie Queeg macht Basescu schwerwiegende Fehler und schiebt anderen die Schuld zu, hält an Formalien fest, um dann nach und nach den Respekt seiner Crew zu verlieren. Und wie Queeg macht er letztendlich einen Rückzieher und kneift.
 
Ein Kreuzverhör wie im Roman bleibt ihm hoffentlich erspart.
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Der Kommentar

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