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Unterhaus schmettert Gesetz zur Legalisierung der Prostitution ab − Abgeordneter Prigoana will trotzdem nicht aufgeben


Unterhaus schmettert Gesetz zur Legalisierung der Prostitution ab − Abgeordneter Prigoana will trotzdem nicht aufgeben
Der Abgeordnete Silviu Prigoana
Foto: prigoana.ro

In Rumänien hat die Abgeordnetenkammer am Dienstag die Gesetzesinitiative zur Legalisierung der Prostitution mit 225 Gegen- und nur 30 Für-Stimmen regelrecht abgeschmettert. Da das Unterhaus in diesem Fall die gesetzgebende Kammer war, ist das Legislativprojekt des liberaldemokratischen Abgeordneten Silviu Prigoana somit endgültig durchgefallen. Der sichtlich enttäuschte Prigoana geißelte gegenüber den Medien die „Scheinheiligkeit“ seiner Kollegen, denen er „kommunistische Prüderie“ in „allen Angelegenheiten, die irgendwie mit Sex zusammenhängen“, vorwarf. Er werde jedoch keineswegs klein beigeben, sondern eben ein neues einschlägiges Legislativprojekt einbringen, sagte der Abgeordnete.

 

Prigoana erläuterte, dass das neue Strafgesetzbuch Prostitution sowieso nicht mehr verbiete, womit ihre Ausübung bereits „legalisiert“ sei. Es gehe lediglich darum, Regelungen zu schaffen, die „die Soziallage der Personen, die in diesem Bereich sowieso tätig sind, verbessern“. „Meine Kollegen, die ihrem eigenen ehelichen oder außerehelichen Vergnügen mit schöner Regelmäßigkeit nachgehen, tun so, als ob Sex ein Tabu-Thema sei. Sie ziehen es vor, aus kommunistischer Prüderie nicht darüber zu reden. Dabei haben wir 10-jährige Schwangere im Land. Scheinheiligkeit ist wohl eine Charaktereigenschaft der Rumänen.“

 


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