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Zahl der Kälteopfer steigt


Zahl der Kälteopfer steigt
Foto: sxc.hu

In Rumänien sind in der Nacht auf Freitag mindestens zwei weitere Menschen erfroren – die Zahl der Kälteopfer steigt damit auf vier.
In der Ortschaft Branesti, Landeskreis Calarasi, wurde am Freitagmorgen ein Mann erfroren aufgefunden, der es im Schneesturm offenbar nicht mehr nach Hause schaffte. Im Dorf Corbii Mari, Landeskreis Dambovita, fanden Nachbarn eine 87-jährige Einwohnerin unweit ihres Hauses tot vor.

Fünf Bürger aus der Nachbarrepublik Moldawien gelten derweil als vermisst.

Am Donnerstag starb ein diabeteskranker Mann in Tulcea, nachdem die herbeigerufene Ambulanz nicht bis zu seinem eingeschneiten Dorf vordringen konnte. Unweit von Giurgiu fanden Retter an Bord eines in den Schmeemassen feststeckenden Wagens mit bulgarischem Kennzeichen einen Mann erfroren  und dessen Frau halbtot auf − sie wurde zwar umgehend in ein Krankenhaus transportiert, wegen ihrer schlimmen Erfrierungen bezeichnen die Ärzte ihren Zustand jedoch als kritisch.

 


Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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