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INTERVIEW

"Ein Paradies für Street-Art"


"Ein Paradies für Street-Art"
Der Künstler Ciubotariu mit
seiner 'quadratischen Katze‘
im Hintergrund.
Foto: Annett Müller

Comiczeichnungen von Künstlern aus Europa  sind bis zum 21. November sind im Bukarester Nationaltheater zu sehen. Finanziert wird die Ausstellung vom Netzwerk EUNIC − einem Zusammenschluss europäischer Kulturinstitute in Bukarest. Kurator der Ausstellung: Alexandru Ciubotariu - bekannter unter seinem Künstlernamen „Quadratische Katze“. Möglich, dass Sie dieser Katze schon einmal in Bukarest begegnet sind, denn Ciubotariu hat sie in den vergangenen Jahren auch auf zahlreiche Häuserwände in Bukarest gemalt. Der 31-Jährige gehört zu den bekanntesten Comic-Zeichnern in Rumänien.



Der vergessene Holocaust

Am 9. Oktober ist Holocaust-Gedenktag in Rumänien. Zu diesem Anlass bringt punkto.ro eine Reportage* zum Thema Holocaust im rumänischen Unterricht.
Der vergessene Holocaust
Lehrer Daniel Serafimescu
Foto: Alle Fotos von Annett Müller

Daniel Serafimescu fragt zu Beginn seines Geschichtsunterrichts: „Was sind Roma für euch?“ Er schaut in eine Runde von modisch gekleideten Teenagern. Roma seien dreckig, vulgär und würden viel Goldschmuck tragen, kommt als Antwort. Lehrer Serafimescu überlegt kurz, reagiert dann mit ruhiger Stimme: „Das sind gleich mehrere Stereotype auf einmal, die ihr von Menschen habt, die ihr gar nicht kennt“. Die Teenager, die geantwortet haben, blicken beschämt zu Boden. „Generalisierung kann zu Diskriminierung führen“, sagt Serafimescu und fügt hinzu: „Genau das ist den Juden und Roma in Rumänien im Zweiten Weltkrieg schon einmal passiert.“ Damit ist der 35-jährige Lehrer mitten im Stoff. Am Gymnasium der südrumänischen Stadt Topoloveni lehrt er Schülern der neunten und zehnten Klasse in einem Wahlfach die Geschichte des Holocaust. 

 

* Dieser Artikel entstand im Rahmen einer Kooperation mit Renovabis, dem Osteuropahilfswerk der katholischen Kirche, zum Renovabis-Jahresmotto „Alle sollen eins sein: Miteinander Handeln im Osten Europas“



Ein Gespenst geht um

Erben der Ceauºescus erwarten dieser Tage Ergebnisse der DNA-Analyse
Ein Gespenst geht um
Populäres Stencil:
Ceauºescu mit Engelsflügeln

"Bin in 5 Minuten wieder da".

Foto: Annett Müller

Am 21. Juli, einem heißen Sommertag, war der Bukarester Friedhof Ghencea zwischenzeitlich für die Öffentlichkeit gesperrt. Die Erben der Ceauºescus hatten an jenem Morgen die Gräber öffnen lassen, in denen das Diktatorenehepaar liegen soll. Gegen Mittag gab der Schwiegersohn der Ceauºescus, Mircea Oprean, vor dem Friedhof erste Hinweise bekannt: In einem der beiden Gräber habe er die Lammfellmütze und die Winterjacke seines Schwiegervaters entdeckt. Auch hätten die Leichen zahlreiche Einschüsse aufgewiesen. Indizien, die der Familie nicht ausreichten. Erst eine DNA-Analyse, deren Ergebnisse nun dieser Tage bzw. bis Ende September erwartet werden, könne ihnen die endgültige Gewissheit bringen, sagten sie.

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Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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Blog

SIMN 2012: Internationale Woche der Neuen Musik in Bukarest

Samstag, 19. Mai 2012 von Sorin Georgescu

Mit der mittlerweile 22. Ausgabe des wohl wichtigsten rumänischen Festivals für zeitgenössische E-Musik setzen die Organisatoren auf einen Wiederholungseffekt. Auch in der werbegagmäßig neun Tage umfassenden und als „Natürlichkeit des Surrealen“ präsentierten Woche 19.- 27. Mai 2012 will man die seit mehreren Jahren eingeläutete Strategie fortsetzen, die Grenzen der Hörgewohnheiten zu sprengen und Alters- und Elitegruppendenken zu überbrücken. Entsprechend divers sieht auch diesmal das Genre- und Event-Angebot aus – Multimediales, Experimentelles, Performances und ungewöhnliche Aufführungssorte (wie etwa die Ruinen des Alten Hofs im Leipziger Viertel „Lipscani“ der Bukarester Innenstadt) gehören ebenso dazu wie herkömmliche Darbietungen in klassischen Konzertsälen.

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