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AUSLAND

Bundespräsident Wulff tritt über Vorwürfe der Vorteilsannahme zurück


Bundespräsident Wulff tritt über Vorwürfe der Vorteilsannahme zurück
Foto: Jesco Denzel/
bundespraesident.de

Der deutsche Bundespräsident Christian Wulff ist am Freitag zurückgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover zum Zweck strafrechtlicher Ermittlungen die Aufhebung seiner Immunität unter dem Verdacht der Vorteilsannahme beantragte. Wulff sagte in Berlin, er könne in seinem Amt ohne ein breites Vertrauen nicht mehr wirken und wolle deshalb den Weg für die Nachfolge zügig frei machen. Er sei allerdings zuversichtlich, dass die Ermittlungen ihn vollständig entlasten werden. 



Rumänische Opposition legt Verfassungsbeschwerde gegen Parlamentsinvestitur der Regierung ein


Das sozialdemokratisch-liberale Oppositionsbündnis USL klagt beim rumänischen Verfassungsgericht auf die Verfassungswidrigkeit der Investitur der Regierung von Premierminister Mihai Razvan Ungureanu durch das Parlament in Bukarest. Der Fraktionschef der Sozialdemokraten in der Abgeordnetenkammer, Mircea Dusa, sagte, dass die Verfasungsnormen zum Investiturverfahren dadurch verletzt worden seien, indem die Parlamentsordnung zur Anhörung der Ministerialkandidaten in den Fachausschüssen nicht eingehalten worden sei. 

Das Verfassungsgericht setzte den Verfahrentstermin für den 7. März an. 


Premiere: Erfolgreicher Start für rumänischen Nanosatelliten GOLIAT


Premiere: Erfolgreicher Start für rumänischen Nanosatelliten GOLIAT
Rumänischer Nanosatellit
GOLIAT

Foto: ROSA

Zum ersten Mal war an Bord der am Montag in Französisch Guyana gestarteten VEGA-Rakete der Europäischen Raumfahrtagentur ESA auch ein rumänischer Satellit. Der gerade 1 kg schwere Goliat soll auf der Erdumlaufbahn Hochauflösungsbilder schießen und Messungen zu Strahlung und Mikrometeoriten durchführen.

Goliat, ein Nanosatellit der Cube-Klasse, ist zwischen 2005 und 2007 an der rumänischen Raumfahrtagentur ROSA in Zusammenarbeit mit dem Institut für Weltallwissenschaften entwickelt worden.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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