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AUSLAND

Beispiellose Defizitsanktion: EU straft Ungarn mit Zahlungssperre


Beispiellose Defizitsanktion: EU straft Ungarn mit Zahlungssperre

Erstmals seit Bestehen des Stabilitätspakts geht Brüssel drastisch gegen einen Defizitsünder vor: Die EU-Kommission machte am Mittwoch ihre wiederholten Sanktionsdrohungen gegen Ungarn wahr und beschloss, das Land wegen seines zu hohen Haushaltsdefizits mit dem Einfrieren von Fördergeldern in Höhe vom knapp einer halben Milliarde Euro zu bestrafen. Ungarn habe es versäumt, sein Haushaltsdefizit im letzten Jahr unter den Wert von 3% des Bruttoinlandsproduktes zu drücken; ohne Berücksichtigung von einmaligen Umbuchungen ergäbe sich für 2011 ein Defizit von 6%, teilte EU-Währungskommissar Olli Rehn mit. Rehn und auch Regionalkommissar Johannes Hahn bezeichneten die Entschluss als „angemessen“, der Ball liege nun bei der ungarischen Regierung.



ExxonMobil und Petrom melden Sensationsgasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste


ExxonMobil und Petrom melden Sensationsgasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste
Das Bohrschiff
Deepwater Champion
Foto: petrom.com

Der US-Ölkonzern ExxonMobil und die heimische OMV-Tochter Petrom haben am Mittwoch bekanntgegeben, dass ihre Ende 2011 gestartete erste Tiefwasser-Bohrung rund 170 Kilometer vor der rumänischen Schwarzmeerküste alleim Anschein nach von Erfolg gekrönt ist. Bei dem Anfang Februar gemeldeten Erdgasfund der Domino-1-Bohrung im Neptun-Block handele es sich, ersten Schätzungen zufolge, um ein „erhebliches Gasvorkommen“ von 42 bis 84 Milliarden m3. Ein derartiges Vorkommen entspreche in etwa einer halben Milliarde boe und damit 3 bis 6 Mal dem Jahresbedarf Rumäniens, teilte die Petrom in einer Presseaussendung mit. Der OMV-Leitung zufolge handelt es sich möglicherweise um den grössten Fund im Schwarzen Meer.



Liberalenchef Antonescu bleibt unangefochtener Top-Schwänzer im Parlament


Liberalenchef Antonescu bleibt unangefochtener Top-Schwänzer im Parlament
Top-Schwänzer Antonescu
Foto: Mircea Moira

In Rumänien gilt in der Legislative des Landes weiterhin der Slogan „kein Fleiß, viel Preis“: Nach wie vor berappt der rumänische Steuerzahler monatlich knapp 5.000 Euro pro Volksvertreter bzw. für dessen Diäten, Dienstreisen in In- und Ausland sowie Unterhaltung der Abgeordentenbüros, ohne dass sich Senatoren und Abgeordnete einen Deut mehr für die Interessen des Landes und der Bürger ihrer Wahlbezirke einsetzen würden. Im Gegenteil − durch den auf „parlamentarischen Protest“ getauften Streik der Oppositionsfraktionen in Ober- und Unterhaus erreicht die Unverfrorenheit der heimischen Volksvertreter neue Dimensionen, da die Streikenden ihre Diäten und sonstigen Zuschüsse trotz Nichtstuns weiterhin beanspruchen und kassieren.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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