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Rumänischer EU-Parlamentarier Severin: Ehrloser geht’s wohl nicht


Adrian Severin scheint es offenbar nichts auszumachen, im Europäischen Parlament mittlerweile zur Persona non grata geworden zu sein: Nach seiner am Montagabend stattgefundenen Unterredung mit Martin Schulz, dem Fraktionsvorsitzenden der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament (SPE), der ihn umgehend nach Brüssel bestellt hatte, teilte der rumänische Sozialist kurzangebunden mit, aus der Fraktion der Sozialdemokraten im EP auszutreten, verweigerte jedoch die ultimative Konsequenz − nämlich den Rücktritt aus der europäischen Legislative.

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DOKUMENTATION:

Über die Vîntu-Affäre und den Tag, an dem so manche "auf offener Straße lachen, singen und tanzen" sollten


 

Medienzar Sorin Ovidiu Vîntu (55) ist in der Nacht zum Freitag für 29 Tage in Untersuchungshaft genommen worden, nachdem ein Bukarester Amtsgericht dem Haftantrag der Staatsanwälte stattgegeben hatte. Dem umstrittenen Geschäftsmann und Besitzer des Medienkonzerns "Realitatea-Caþavencu" wird zur Last gelegt, seinem ehemaligen und hierzulande zu 15 Jahren Knast verurteilten Geschäftspartner Nicolae Popa zur Flucht nach Indonesien verholfen zu haben. 

 

 

 

Popa, nach dem jahrelang über die Interpol gefahndet und der Ende 2009 schließlich in Jakarta verhaftet wurde, hatte in den ’90er Jahren einem landesweit aufgebauten Pyramidenspiel Vîntus als Direktor vorgestanden. Durch das auf  "Nationaler Investitionsfonds" (FNI) getaufte Pyramidenspiel waren rund 300.000 Rumänen geprellt worden, davon klagten − erfolglos − etwa 260.000 auf Schadensersatz. In der 3000 Bände dicken Akte „FNI“ wurden letzten Endes Vîntus enge Mitarbeiter, nämlich die Geschäftsführer Ioana Maria Vlas und Nicolae Popa, zu einer langjährigen Haftstrafe verurteilt, der windige Geschäftsmann selbst konnte einer Verurteilung jedoch immer wieder entgehen.

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Oppositionelle Friedenspfeife: Nur Rauch, keine Zeichen


Den ganzen Sommer über gifteten sich Sozi-Chef Victor Ponta und der Vorsitzende der Liberalen, Crin Antonescu, an − und zwar dermaßen, dass der für diesen Herbst angekündigte Misstrauensantrag der Sozialdemokraten von aller Anfang zum Scheitern verurteilt und die Opposition noch über Jahre hinaus überworfen zu sein schien. Am Montag trafen die beiden Parteichefs nun auf Einladung der Konservativen zusammen − die geschmauchte Friedenspfeife brachte aber nur Rauch und keine Rauchzeichen hervor.



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Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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Blog

SIMN 2012: Internationale Woche der Neuen Musik in Bukarest

Samstag, 19. Mai 2012 von Sorin Georgescu

Mit der mittlerweile 22. Ausgabe des wohl wichtigsten rumänischen Festivals für zeitgenössische E-Musik setzen die Organisatoren auf einen Wiederholungseffekt. Auch in der werbegagmäßig neun Tage umfassenden und als „Natürlichkeit des Surrealen“ präsentierten Woche 19.- 27. Mai 2012 will man die seit mehreren Jahren eingeläutete Strategie fortsetzen, die Grenzen der Hörgewohnheiten zu sprengen und Alters- und Elitegruppendenken zu überbrücken. Entsprechend divers sieht auch diesmal das Genre- und Event-Angebot aus – Multimediales, Experimentelles, Performances und ungewöhnliche Aufführungssorte (wie etwa die Ruinen des Alten Hofs im Leipziger Viertel „Lipscani“ der Bukarester Innenstadt) gehören ebenso dazu wie herkömmliche Darbietungen in klassischen Konzertsälen.

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