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Erhebung: Regierungschef Ungureanu derzeit populärster Politiker, 60% der Rumänen gegen parlamentarischen Streik der Opposition


Erhebung: Regierungschef Ungureanu derzeit populärster Politiker, 60% der Rumänen gegen parlamentarischen Streik der Opposition
Regierungschef Ungureanu
Foto: gov.ro

In Rumänien genießt der neue Ministerpräsident Mihai Razvan Ungureanu zurzeit das größte Vertrauen bei der ansonsten nach wie vor politiküberdrüssigen Bevölkerung. Laut Ergebnissen einer im Zeitraum 16.-17. Februar durchgeführten Erhebung des Meinungsforschungsinstituts CSOP kommt der parteifreie Ministerpräsident auf eine Popularitätsquote von 29% − und übertrumpft damit knapp sogar den Bukarester Oberbürgermeister Sorin Oprescu, dem 28% der Rumänen „großes bis sehr großes Vertrauen“ aussprechen. Liberalenchef Crin Antonescu, der 2014 als Kandidat des Oppositionsbündnisses Sozialliberale Union (USL) im Präsidentschaftsrennen antreten will, kam auf 26%, während seinem Bündnispartner, Sozi-Chef Victor Ponta, 25% der Rumänen vertrauen. In einer fast zeitgleich durchgeführten Erhebung eines weiteren Bukarester Meinungsforschungsinstituts, CCSB, kam Ungureanu auf 28%.



Tauwetter in Serbien: Gefährliche Eisschollen auf der Donau, Hunderte Boote beschädigt


Tauwetter in Serbien: Gefährliche Eisschollen auf der Donau, Hunderte Boote beschädigt
Die Donau bei Calafat
Foto: realitatea.net

In Rumänien blicken Lokalbehörden und Einwohner entlang des heimischen Donau-Abschnitts voller Sorge in Richtung Nachbarland Serbien, wo die am Wochenende plötzlich gestiegenen Temperaturen in der Gegend um Belgrad zur Loslösung gewaltiger Eisschollen geführt haben, die nun flussabwärts mit Booten aller Dimensionen und Frachtschiffen kollidieren, diese schwer beschädigen oder gar versenken. Nach Angaben der serbischen Behörden sind die Eisschollen bis zu einem halben Meter dick – bislang seien ein schwimmendes Restaurant versenkt, Hunderte kleinere Boote regelrecht zermalmt und auch etliche Frachtschiffe von den Eismassen fortgerissen worden.



Bukarester Rathaus befürchtet durch Schneeschmelze hervorgerufene Überschwemmungen in der Hauptstadt


Bukarester Rathaus befürchtet durch Schneeschmelze hervorgerufene Überschwemmungen in der Hauptstadt
Foto: flickr.com/nicubunu.photo

In Bukarest hat Oberbürgermeister Sorin Oprescu am Samstag aufgezeigt, dass, ersten Schätzungen der Hydrologen zufolge, eine plötzliche Schneeschmelze in der Hauptstadt zu rund 54 Millionen Kubikmeter Wasser führen wird und entsprechend Überschwemmungen hervorrufen könnte. Die Gefahr, dass die wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Bukarests und insbesondere einige Hauptstadtzonen mit einer maroden oder fast völlig fehlenden Kanalisation betroffen würden, sei groß, sagte Oprescu der Nachrichtenagentur Agerpres.



Tragödie in Rumänien: 16 Schwerverletzte nach zwei Explosionen


Tragödie in Rumänien: 16 Schwerverletzte nach zwei Explosionen
Foto: smurd.ro

Tragödie in der nordwestrumänischen Stadt Sighetu Marmatiei: Bei einer Explosion in einem Nachtclub wurden in der Nacht auf Sonntag zunächst 7 Jugendliche schwerstverletzt, am Sonntagmorgen kam es in dem havarierten Gebäude, in dessen Kellergeschoss das Unglück stattgefunden hatte, sodann zu einer zweiten Explosion, bei der weitere 9 Menschen − Ermittler, Feuerwehrleute und Vertreter der Gasgesellschaft − verletzt wurden. Die Ursache der Explosionen steht zwar noch nicht fest, allgemein wird jedoch von gefährlichen Gasansammlungen im Gebäude ausgegangen.



Papst Benedikt erhebt rumänischen Geistlichen in Kardinalsstand


Papst Benedikt erhebt rumänischen Geistlichen in Kardinalsstand
Lucian Muresan
Foto: catholica.ro

Papst Benedikt XVI. hat am Samstagvormittag bei einem öffentlichen Kardinalskonsistorium in Vatikan den Großerzbischof der mit Rom unierten griechisch-katholischen rumänischen Kirche, Lucian Muresan, und weitere 21 Geistliche und Theologen in den Kardinalsstand erhoben.

Der 80-jährige rumänische Großerzbischof wird damit nach den Kardinälen Iuliu Hossu und Alexandru Todea der dritte Purpurträger in der Geschichte Rumäniens.



MdEP aus Rumänien und Polen rufen zum Großboykott niederländischer Waren in allen 12 neuen EU-Staaten auf


MdEP aus Rumänien und Polen rufen zum Großboykott niederländischer Waren in allen 12 neuen EU-Staaten auf
MdEP Sebastian Bodu
Foto: europarl.europa.eu

Der rumänische Europaabgeordnete Sebastian Bodu (EVP) und sein polnischer Kollege Jacek Saryusz-Wolski (Leiter der polnischen Delegation der EVP-Fraktion) fordern in einem offenen Schreiben alle Bürger der 12 neuen Mitgliedstaaten der EU auf, angesichts des Hetz-Portals des niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders gegen mittel- und osteuropäische Zuwanderer und der hierzu ausstehenden Reaktion der Regierung in Den Haag ab sofort sämtliche niederländischen Waren zu boykottieren, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax am Freitag.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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