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ExxonMobil und Petrom melden Sensationsgasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste


ExxonMobil und Petrom melden Sensationsgasfund vor der rumänischen Schwarzmeerküste
Das Bohrschiff
Deepwater Champion
Foto: petrom.com

Der US-Ölkonzern ExxonMobil und die heimische OMV-Tochter Petrom haben am Mittwoch bekanntgegeben, dass ihre Ende 2011 gestartete erste Tiefwasser-Bohrung rund 170 Kilometer vor der rumänischen Schwarzmeerküste alleim Anschein nach von Erfolg gekrönt ist. Bei dem Anfang Februar gemeldeten Erdgasfund der Domino-1-Bohrung im Neptun-Block handele es sich, ersten Schätzungen zufolge, um ein „erhebliches Gasvorkommen“ von 42 bis 84 Milliarden m3. Ein derartiges Vorkommen entspreche in etwa einer halben Milliarde boe und damit 3 bis 6 Mal dem Jahresbedarf Rumäniens, teilte die Petrom in einer Presseaussendung mit. Der OMV-Leitung zufolge handelt es sich möglicherweise um den grössten Fund im Schwarzen Meer.



Boykott niederländischer Waren in Mittel- und Osteuropa: Rumänisch-holländische Handelskammer befürchtet Milliarden-Verluste


Boykott niederländischer Waren in Mittel- und Osteuropa: Rumänisch-holländische Handelskammer befürchtet Milliarden-Verluste
Foto: Torsten Born/pixelio.de

Die rumänisch-niederländische Handelskammer fordert die Regierung in Den Haag auf, umgehend bzw. noch bis zum 1. März 2012 ihre Blockade bezüglich des Beitritts Rumäniens und Bulgariens zum grenzkontrollfreien Schengenraum aufzugeben. Des Weiteren verurteilen die niederländischen, in Rumänien tätigen Unternehmer den Internet-Pranger des Rechtspopulisten Geert Wilders gegen mittel- und osteuropäische Zuwanderer scharf. „Es ist an der Zeit, dass die niederländische Regierung sofort einen positiven Entschluss bezüglich Rumäniens Aufnahme in die Schengenzone trifft und diesen nicht ein weiteres Mal, bis zum nächsten Bericht der EU-Kommission vom Sommer, vertagt“, sagte Peter de Ruiter, Präsident der rumänisch-niederländischen Handelskammer, dem Wirtschaftsblatt „Capital“.



Sanierung: Massenentlassungen bei staatlicher Bahngesellschaft CFR


Sanierung: Massenentlassungen bei staatlicher Bahngesellschaft CFR
Foto: cfr.ro

Rund 1.100 Beschäftigte der Personentransportsparte der staatlichen Bahngesellschaft CFR sollen zum 1. März 2012 freigestellt werden. Die Gewerkschaften laufen derzeit Sturm gegen die Sanierungsmaßnahme, die in der Absichtserklärung der ehemaligen Regierung unter Ministerpräsident Emil Boc gegenüber dem IWF erfasst ist und zu den Auflagen der internationalen Geldgeber gehört. Man habe erst am Dienstag über die in wenigen Tagen bevorstehende Entlassung von ingesamt 1.143 Mitarbeitern der CFR Calatori erfahren, die Gewerkschaften seien diesbezüglich überhaupt nicht konsultiert worden und würden die Maßnahme entsprechend vor Gericht anzufechten wissen, teilte Iulian Mantescu, Vorsitzender der Gewerkschaftsföderation der Lok- und Gleismechaniker, mit.



Bukarest hat’s schriftlich: Europäische Förderungen im Rahmen des Personalentwicklungsprogramms eingefroren


Bukarest hat’s schriftlich: Europäische Förderungen im Rahmen des Personalentwicklungsprogramms eingefroren
Foto: sxc.hu

Die Regierung in Bukarest ist am Montagabend formell von der EU-Kommission über die Einfrierung der europäischen Förderungen im Rahmen des Personalentwicklungsprogramms (POSDRU) für Rumänien auf Eis unterrichtet worden, teilte Regierungssprecher Dan Suciu am Dienstag mit. Grund sind die während eines Kontrollverfahrens festgestellten "gravierenden Mängel" beim internen Management des Programms im Zeitraum 2009−2010. Suciu verlautbarte, dass die Finanzierung der Personalentwicklungsprojekte hierzulande nicht unterbrochen wird − der Regierung stünden dafür zurzeit genügend Haushaltsmittel zur Verfügung.



Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt


Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt
Foto: sxc.hu

In Rumänien scheint der zweite Versuch des heimischen Wasserkraftwerksbetreibers Hidroelectrica, eine Reihe ungünstiger Stromlieferverträge neu auszuhandeln, offenbar erfolgversprechend zu verlaufen. Seit Jahren beziehen hierzulande bekanntlich etliche große Stromverbraucher über Direktverträge − d.h. unter Umgehung der heimischen Strombörse −ihren Strom vom staatlichen Wasserkraftwerksbetreiber zu Niedrigstpreisen. Nach einer ersten gescheiterten Verhandlungsrunde hatte das Wirtschaftsministerium in Bukarest letzte Woche gedroht, die hochumstrittenen Verträge mit einer jahrelangen Laufzeit dem Justizministerium zwecks Prüfung einer umgehenden einseitigen Aufkündigung übermitteln zu wollen.



AUSLAND

Griechenlandrettung: Finanzhilfe von 130 Mrd. Euro, Schuldenerlass und jede Menge harte Auflagen


Griechenlandrettung: Finanzhilfe von 130 Mrd.  Euro, Schuldenerlass und jede Menge harte Auflagen
Foto: Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Die Euro-Finanzminister haben sich am Dienstagmorgen auf das zweite Hilfspaket zur Griechenland-Rettung geeinigt: Mit einer neuen Finanzhilfe in Höhe von 130 Milliarden Euro soll Griechenland nun erneut vor dem drohenden Staatsbankrott geretten werden, während die privaten Gläubiger- hauptsächlich Banken, Versicherungen und Hedgefonds – auf 53,5% ihrer Forderungen an Griechenland verzichten sollen. Für Athen kommt dies in etwa einer Entlastung von rund 107 Milliarden Euro gleich. Allerdings steht derzeit noch in der Schwebe, ob die Gläubiger diesen Schuldenschnitt auch akzeptieren: Erst Anfang März dürfte klar sein, ob Banken und Fonds auf das Angebot des griechischen Finanzministers Evangelos Venizelos über den Umtausch ihrer alten Anleihen gegen neue mit weit niedrigeren Zinsen eingehen oder nicht. Zudem hat auch der Internationale Währungsfonds (IWF) seinen Anteil am neuen Hilfspaket für Griechenland noch offengelassen − nach Angaben seiner Chefin Christine Lagarde wird der IWF erst in der zweiten Märzwoche darüber entscheiden.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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