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Plagiatsvorwürfe: Angeschlagener Bildungsminister Mang verweigert Rücktritt, Regierungschef Ponta spielt auf Zeit


Plagiatsvorwürfe: Angeschlagener Bildungsminister Mang verweigert Rücktritt, Regierungschef Ponta spielt auf Zeit
Bildungsminister Mang
Foto: gov.ro

In Rumänien wollte Regierungschef Victor Ponta bereits vor 5 Tagen die rumänische Akademie der Wissenschaften um eine eingehende Prüfung des wissenschaftlichen Oeuvres des amtierenden Bildungsministers Ioan Mang ersuchen − auf zunehmenden Druck der Öffentlichkeit tat er es schließlich notgedrungen erst gestern. Ein entsprechendes Ansuchen des Ministerpräsidenten sei bei der Akademie der Wissenschaften am späten Montagnachmittag eingegangen, teilte Akademie-Präsident Prof. Dr. Ionel Haiduc mit − der am Vormittag der Presse noch eröffnet hatte, trotz der am letzten Donnerstag erfolgten diesbezüglichen Ankündigung Pontas bisher kein Ansuchen dieser Art erhalten zu haben.



Umstrittener "Cathedral Plaza"-Tower: Bauunternehmen "Millenium Building" scheitert mit Klage beim EGMR


Umstrittener "Cathedral Plaza"-Tower: Bauunternehmen "Millenium Building" scheitert mit Klage beim EGMR
Foto: audio.ro

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) hat die Klage des Bauunternehmens „Millennium Building Development“ − Eigentümer des in unmittelbarer Nähe des hauptstädtischen Sankt-Josefsdoms entstandenen, 18 Stockwerke hohen Büroturms − gegen den rumänischen Staat abgeschmettert, teilte die Bukarester Erzdiözese der Römisch-Katholischen Kirche am Montag in einer Presseaussendung mit. Der Erbauer und Betreiber des hochumstrittenen Towers hatte Rumänien im Januar beim EGMR in Straßburg verklagt.



Rumäniens Turnerinnen sahnen ab bei europäischen Meisterschaften in Brüssel


Rumäniens Turnerinnen sahnen ab bei europäischen Meisterschaften in Brüssel
Turnerinnen Ponor,
Iordache

Foto: romgym.ro

Nachdem sich das Damenquintett aus Rumänien am Samstag in Brüssel nach vier Jahren wieder das europäische Gold im Teamwettbewerb sicherte, legten die Turnerinnen der Kaderschmiede in Deva am Sonntag nach: Sandra Izbasa, Catalina Ponor und Larisa Iordache holten drei Gold- und zwei Silbermedaillen. Im Schwebebalken standen mit Catalina Ponor und Larisa Iordache gleich zwei Sportlerinnen aus Rumänien auf dem Podium -  Ponor gewann Gold, Iordache Silber. Im Bodenturnen drehte sich die Lage um: Iordache holte sich die Gold-, Ponor die Silbermedaille. Izbasa gewann ihrerseits das Sprung-Finale.
 



Rumänische Juristen-Abgeordnete wollen sich zu Akademiemitgliedern hochstilisieren


Rumänische Juristen-Abgeordnete wollen sich zu Akademiemitgliedern hochstilisieren
Foto: gov.ro

In Rumänien sorgt derzeit ein abstruser Gesetzentwurf der zahlenmäßig starken Gruppe der sogenannten „Juristen-Parlamentarier“ für Wirbel: Die Abgeordneten und Senatoren, die von Beruf Justisten sind, brachten nämlich letzte Tage ein Legislativprojekt im Oberhaus ein, das die Gründung einer Akademie für Rechtswissenschaften vorsieht, in der sie selbst von Haus aus volle Akademiemitglieder sein würden. Für ihre Mühen als künftiges Akademiemitglied wollen die Abgeordneten und Senatoren mit 2000 Lei im Monat honoriert werden.



Wahlkampfzeiten: Oberbürgermeister Oprescu verspricht Bukarestern Bau zweier Universitätscampusse


Wahlkampfzeiten: Oberbürgermeister Oprescu verspricht Bukarestern Bau zweier Universitätscampusse
Foto: sorinoprescu.ro

Aus seiner „schwebenden Autobahn“ und weiteren hochtrabenden Infrastrukturprojekten, die er im Wahlkampf 2008 versprochen hatte, ist zwar nichts geworden − doch hindert das den amtierenden Oberbürgermeister der rumänischen Hauptstadt, Sorin Oprescu, nicht daran, den Bukarestern weiterhin die Sterne vom Himmel zu versprechen. Nicht einen, sondern gleich zwei Universitätscampusse will das Stadtoberhaupt vor den Toren Bukarests errichten lassen, sollte er im Amt bestätigt werden, sagte Oprescu am Samstag auf dem 5. Kongress der rumänischen Studenten, zu dem er als Gastredner eingeladen worden war.



Expo 2012: Rumänischer Pavillon ganz im Zeichen des Donaudeltas


Expo 2012: Rumänischer Pavillon ganz im Zeichen des Donaudeltas
Foto: mae.ro

Rumäniens Länderpavillon auf der Expo 2012 in der südkoreanischen Küstenhafenstadt Yeosu hat am Samstag seine Tore für die erhofften Besucher aus aller Welt eröffnet. Die Weltausstellung, die diesmal zwischem dem 12. Mai und dem 12. August stattfindet und unter dem Motto „Lebendiger Ozean, lebendige Küste“ steht, war am Freitagabend mit einer spektakulären Lasershow nebst gigantischem Feuerwerk eröffnet worden.

Ersten Berichten der heimischen Medien zufolge kam der rumänische Pavillon, der ganz im Zeichen des Donaudeltas steht, bei den zunächst vornehmlich südkoreanischen Besuchern gut an.



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Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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Blog

SIMN 2012: Internationale Woche der Neuen Musik in Bukarest

Samstag, 19. Mai 2012 von Sorin Georgescu

Mit der mittlerweile 22. Ausgabe des wohl wichtigsten rumänischen Festivals für zeitgenössische E-Musik setzen die Organisatoren auf einen Wiederholungseffekt. Auch in der werbegagmäßig neun Tage umfassenden und als „Natürlichkeit des Surrealen“ präsentierten Woche 19.- 27. Mai 2012 will man die seit mehreren Jahren eingeläutete Strategie fortsetzen, die Grenzen der Hörgewohnheiten zu sprengen und Alters- und Elitegruppendenken zu überbrücken. Entsprechend divers sieht auch diesmal das Genre- und Event-Angebot aus – Multimediales, Experimentelles, Performances und ungewöhnliche Aufführungssorte (wie etwa die Ruinen des Alten Hofs im Leipziger Viertel „Lipscani“ der Bukarester Innenstadt) gehören ebenso dazu wie herkömmliche Darbietungen in klassischen Konzertsälen.

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