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Staatschef Basescu: "Bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel verfehlt. Werde es auch mit Rumänien nicht tun"


Staatschef Basescu: "Bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel verfehlt. Werde es auch mit Rumänien nicht tun"
Foto: presidency.ro

In Rumänien hat Staatspräsident Traian Basescu am Mittwochabend in seiner am Vortag angekündigten Botschaft an die Nation erläutert, dass er sich der Unzufriedenheit der Bevölkerung angesichts der Opfer, die ihr durch die krisenbedingten Sparmaßnahmen abgefordert wurden, nur allzu wohl bewusst sei und sich künftig vermehrt um die Wiederherstellung des Vertrauens der Menschen zu den staatlichen Institutionen, einschließlich zur Präsidentschaft, bemühen wolle. Das Staatsoberhaupt versicherte, er wisse, was zu tun sei. „Ich bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel, einen sicheren Hafen, verfehlt. Ich werde es auch mit Rumänien nicht tun“, so Basescu.



Ungarns Gesandter in Rumänien: Siebenbürgen-Passus aus der Botschaft des Regierungschefs Orban waren Verse des Dichters Petöfi, die meine Frau rezitiert hat


Ungarns Gesandter in Rumänien: Siebenbürgen-Passus aus der Botschaft des Regierungschefs Orban waren Verse des Dichters Petöfi, die meine Frau rezitiert hat
Ungarntag in Miercurea Ciuc
Foto: udmr.ro

Laut ungarischem Botschafter in Bukarest, Füzes Oszkar, steht der Siebenbürgen-Passus, der am Mittwoch im rumänischen Parlament für hitzige Debatten und in den Reihen der sozial-liberalen Opposition für böses Blut gesorgt hatte, in keinerlei Beziehung zum eigentlichen Wortlaut der an die Rumänenungarn gerichteteten Botschaft der ungarischen Regierungschefs Viktor Orban.  

Seine Gattin, die die Botschaft des Ministerpräsidenten verlas, habe danach auch einige Verse der ungarischen Freiheitskämpfers und Dichters Petöfi Sandor rezitiert, dadurch sei es wohl zu Missdeutungen gekommen, sagte Füzes. Seine Frau habe die Botschaft Orbans verlesen, danach ihre eigene, „von Herzen kommende”, Botschaft vorgetragen und schließlich auch aus dem Werk des vor 163 Jahren verstorbenen ungarischen Nationalhelden zitiert, erläuterte der Botschafter. 



Rumänien verringert Botschaftspersonal in Japan

Rumänische Botschaft in Tokio gewährt ab sofort auch moldawischen Bürgern Konsularhilfe
Rumänien verringert Botschaftspersonal in Japan
Außenminister Leanca
und Baconschi
Foto: mae.ro

Außenminister Teodor Baconschi hat am Mittwoch die Verringerung des Personals der rumänischen Botschaft in Tokio bekanntgegeben − abgezogen würden insbesondere die Familien der Diplomaten und ein Teil des Personals in nicht leitenden Positionen, sagte Baconschi. Der Chefdiplomat teilte zudem mit, der japanischen Regierung erneut rumänische Unterstützung angeboten zu haben. Japan könne auf rumänische Hilfe zählen, wann immer sie erwünscht sei, erklärte der Außenminister, der sich „erschüttert“ über die Ausmaße der Naturkatastrophe sowie des Reaktorunfalls zeigte. 



   
Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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