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Rumänien: Defizitziel 2011 erreicht


Rumänien: Defizitziel 2011 erreicht
Foto: sxc.hu

In Rumänien hat die Regierung unter Ministerpräsident Emil Boc das Defizitziel für 2011 offenbar erreicht: Laut der am Donnerstag veröffentlichten Daten des Finanzministeriums in Bukarest kletterte das Haushaltsdefizit bis Ende Dezember 2011 auf 23,8 Milliarden Lei und damit auf 4,35% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) − während das mit den internationalen Geldgebern im Rahmen des laufenden vorbeugenden Abkommens ausgehandelte Defizitziel bei 23,9 Milliarden Lei bzw. 4,37% des BIP gelegen hatte.

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Regierung und IWF erwarten 2012 Wirtschaftswachstum von bis zu 2,7%


Regierung und IWF erwarten 2012 Wirtschaftswachstum von bis zu 2,7%
Pressestatement des Staatschefs

In Rumänien haben sich Regierung und Überprüfungsmission des Internationalen Währungsfonds (IWF), der EU-Kommission und der Weltbank auf die wichtigsten Eckdaten des Haushaltsentwurfs 2012 geeinigt, teilte Staatschef Traian Basescu am Donnerstagabend in einer kurzen Presseeerklärung mit. Man habe angesichts der Schuldenkrise in Europa beschlossen, sowohl die Wachstumsprognose als auch das Defizitziel „lockerer“ festzulegen, folglich laute die Wachstumsprognose für 2012 auf 1,7 bis 2,7% des Bruttoinlandsprodukts (BIP), während das Defizitziel für das kommende Jahr auf 1,9 bis maximal 2,5% des BIP abgesteckt wurde. Erklärtes Ziel der Regierung bleibe jedoch, 2012 das Defizit bis auf 1,9% zu drücken, erklärte Basescu.



Halbjahresbilanz: Bislang hat Rumänien Defizitziel erreicht


Halbjahresbilanz: Bislang hat Rumänien Defizitziel erreicht
Foto: sxc.hu

In Rumänien beläuft sich der Fehlbetrag des konsolidierten Haushalts nach den ersten beiden Quartalen 2011 auf 11,3 Milliarden Lei bzw. auf 2,07% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) − und liegt damit unter dem mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) im vorbeugenden Abkommen vereinbarten Defizit von 12,6 Milliarden Lei, gab das Finanzministerium in Bukarest am Montag bekannt.

Laut IWF-Auflage muss Rumänien sein Defizit bis Jahresende unter 4,4% des BIP gedrückt haben, der Fehlbetrag darf folglich maximal 24 Milliarden Lei betragen.



IWF-MISSION

Was die Vermittlung des Staatschefs gebracht hat: Mehr Geld für Investionen, möglicherweise sogar ein gelockertes Defizitziel


Was die Vermittlung des Staatschefs gebracht hat: Mehr Geld für Investionen, möglicherweise sogar ein gelockertes Defizitziel
Foto: presidency.ro

Regierungschef Emil Boc hatte am Montag erwähnt, dass die Vermittlung des Präsidenten sich in den Verhandlungen mit dem IWF als „besonders nützlich“ erwiesen habe, jedoch nicht weiter erläutert, was sie konkret gebracht hat. Ungenannten Regierungsquellen zufolge soll Traian Bãsescu die internationale Überprüfungsmission überzeugt haben, ab Mitte 2011 das Defizitziel möglicherweise zu lockern, insofern die Geldmittel ausschließlich für Investitionen aufgewendet werden.

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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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