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Moskau will "Gegengabe" für direkte Gaslieferungen nach Rumänien


Moskau will "Gegengabe" für direkte Gaslieferungen nach Rumänien
Foto: gazprom.com

Rumänien könne künftig direkte Beziehungen zum russischen Gasriesen Gazprom unterhalten und seine Gasimporte folglich billiger, unter Ausschluss der Zwischenhändler, beziehen, dafür sei allerdings eine „Gegengabe“ der rumänischen Behörden nötig, erklärte Igor Sidorow, Wirtschaftsattaché der russischen Botschaft in Bukarest, am Dienstag bei einem Treffen der Wirtschaftsminister der Mitgliedstaaten der Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit im Schwarzmeerraum.



Gazprom unterschreibt Memorandum über South Stream mit Rumänien, will Joint Venture mit Transgaz


Gazprom unterschreibt Memorandum über South Stream mit Rumänien, will Joint Venture mit  Transgaz
Foto: gazprom.com

Der russische Gasriese Gazprom will ein Joint Venture mit dem rumänischen Gastransporter Transgaz eingehen. Dies sagte Gazprom-Chef Alexej Miller nach seinem Blitzbesuch in Rumänien. Das Thema sei allerdings nicht bei den Gesprächen mit Premierminister Emil Boc und Wirtschaftsminister Ion Ariton angesprochen, so Miller. Auch der für Rumänien interessante Punkt der Direktimporte russischen Gases statt der bislang üblichen Einfuhren über Mittelsfirmen sei kaum tangiert worden. Dafür wurde intensiv über das South-Stream-Projekt diskutiert: laut einem am Mittwoch unterschriebenen Memorandum soll geprüft werden, inwiefern die Southstream-Pipeline über Rumänien laufen könnte. Gazprom-Chef Miller sagte, South Stream konkurriere nicht gegen andere Projekte der Region, so zum Beispiel die europäische Nabucco-Pipeline, das 8 Milliarden Euro schwere Projekt eines Konsortiums, dem u.a. OMV und RWE angehören. Vor dem Besuch argwöhnten Brancheninsider und Medien, dass Gazprom mit Rumänien liebäugele, da Bulgarien für die Beteiligung am South-Stream-Projekt auf hart spielt. Dies hat Miller anscheinend verneint. 

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ENERGIEMARKT

Gazprom: Rumänien weiterhin an einer Teilnahme am South Stream-Projekt interessiert


Gazprom: Rumänien weiterhin an einer Teilnahme am South Stream-Projekt interessiert
Gazprom-Hauptsitz in Moskau
Foto: gazprom.com

Die rumänischen Behörden haben im Verlauf ihrer jüngsten, mit Gazprom-Vertretern geführten Gespräche weiterhin Interesse an einer Teilnahme des Landes am South Stream-Projekt signalisiert, verlautbarte der russische Gaskonzern am Freitag. Davor war in Bukarest eine Gazprom-Delegation unter Leitung des South Stream-Projektmanagers Leonid Tschugunow mit Vertretern des rumänischen Wirtschaftsministeriums, des Auswärtigen Amtes sowie der Unternehmen Romgaz,Transgaz und Conpet zusammengetroffen, meldete die Nachrichtenagentur Mediafax.



PIPELINE-PROJEKT

Gazprom: Machbarkeitsstudie soll Verlegung der South Stream-Leitung über Rumänien statt Bulgarien prüfen


Gazprom: Machbarkeitsstudie soll Verlegung der South Stream-Leitung über Rumänien statt Bulgarien prüfen

Der stellvertretende Gazprom-Chef Alexander Medwedew hat am Freitag verlautbart, dass aus Gazprom-Sicht South Stream auch ohne Bulgarien machbar sei, sollte Sofia tatsächlich, wie jüngst angedeutet, aus dem Pipeline-Projekt des russischen Gasmonopolisten aussteigen, berichtete die russische Nachrichtenagentur RIA Novosti. Zurzeit prüfe Gazprom in einer Machbarkeitsstudie bereits die Möglichkeit, den Unterwasserteil der Leitung auf dem Grund des Schwarzen Meeres nicht nach Bulgarien, sondern nach Rumänien zu verlegen. Die Machbarkeitsstudie soll im Februar 2011, die Pipeline selbst im Jahr 2015 fertiggestellt sein.



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Der Kommentar

Politische Trugbilder

Donnerstag, 12. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Immer öfter – und immer intensiver – wird in Rumänien über eine neue Partei diskutiert. Diese sei angesichts der seuchenartig um sich greifenden Politikverdrossenheit der Wähler dringend notwendig. Diese neue Partei, für die bürgerliche Intelektuelle gerade schwärmen, hat weder Geld, noch Medien auf ihrer Seite. Und noch weniger eine klare Ideologie. Klar, sie ist gegen Korruption. Aber Ehrlichkeit ist eine Grundeinstellung, keine Ideologie und schon gar keine Doktrin.

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Blog

Vom Bildungs- zum Wutbürger

Dienstag, 10. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Die Debatte um den Gesetzentwurf zur Einführung von Synchronfassungen aller ausländischen Kino- und Fernsehfilme widerspiegelt die Einstellung in der rumänischen Gesellschaft auf perfekte Weise. Der Englisch und/oder Französisch sprechende Bildungsbürger hat sich zum Wutbürger gemopst, er hat Petitionen gegen die Initiative ins Internet gestellt und auf Facebook gewettert.

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