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Staatschef Basescu nach Gesprächen mit IWF-Mission: Vorsicht bleibt angesagt, kein Grund für Freudentänze


Staatschef Basescu nach Gesprächen mit IWF-Mission: Vorsicht bleibt angesagt, kein Grund für Freudentänze
Die IWF-Mission beim Staatschef
Foto: presidency.ro

Regierung und IWF-Delegation haben sich am Samstag bezüglich der Auflagen und Zielsetzungen für die Wirtschaft Rumäniens in den kommenden Monaten einigen können − die neue Absichtserklärung des Kabinetts gegenüber dem Internationalen Währungsfonds (IWF) steht, dementsprechend traf die Überprüfungsmission der internationalen Finanzinstitution am Samstagnachmittag mit Staatschef Traian Basescu zusammen. Auf einer Pressekonferenz erklärte der Präsident danach, dass die heimische Wirtschaft sämtlichen derzeitigen Schätzungen zufolge wohl aus der Rezession sei, allerdings „noch nicht aus der Krise“. „Freudentänze“ seien deshalb keineswegs angebracht, nach wie vor bleibe „Vorsicht“ das Stichwort, sagte Basescu.



Zähe Verhandlungen mit dem IWF: "Rumänische Regierung will eigentlich nichts privatisieren"


Zähe Verhandlungen mit dem IWF: "Rumänische Regierung will eigentlich nichts privatisieren"
IWF und Regierung
am Verhandlungstisch
Foto: gov.ro

Die Überprüfungsmission des IWF und die Regierung in Bukarest führen dieser Tage zähe Verhandlungen zum Thema der Neustrukturierung oder Privatisierung der staatlichen Gesellschaften und auch der von den Behörden angestrebten Senkung der Sozialabgaben − eine Einigung scheint derzeit noch nicht in Sicht, teilten Insiderquellen der Nachrichtenagentur Mediafax mit. Die Verhandlungen seien zurzeit festgefahren, „die Regierung will eigentlich nichts von dem, was der IWF vorgeschlagen hat, privatisieren“, sie habe aus diesem Grund auch noch keine Absichtserklärung verfassen können, weshalb das für Freitag anberaumte Treffen der IWF-Delegation mit Staatschef Basescu auf heute vorschoben wurde, so die Insider.



IWF-Überprüfungsmission nächste Woche in Bukarest erwartet


IWF-Überprüfungsmission nächste Woche in Bukarest erwartet
Die IWF-Überprüfungsmission
Foto: gov.ro

In Rumänien trifft Anfang nächster Woche die erste Mission des Internationalen Währungsfonds zur Evaluierung des neuen, vorbeugenden Darlehensabkommens ein, das seit Beginn des Monats läuft. Chefunterhändler der Mission ist erneut Jeffrey Franks, der von Experten der EU-Kommission und der Weltbank begleitet wird. Während ihres zweiwöchigen Aufenthalts wird die Überprüfungsmission Gespräche mit den Behörden in Bukarest, den Oppositionsparteien, Gewerkschaften, Vertretern der Handelsbanken und der Unternehmerschaft führen. Geplant ist in diesem Zeitraum u.a. auch die Festlegung einiger Zielsetzungen für die Bereiche Energie, Transport und Gesundheit.



Weltwirtschaftsbericht des IWF: Rumäniens Wachstum bei 1,5% in 2011


Weltwirtschaftsbericht des IWF: Rumäniens Wachstum bei 1,5% in 2011
Foto: Gerd Altmann/pixelio.de

In seinem jüngsten Weltwirtschaftsbericht rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einem 1,5%-igen Wachstum der Wirtschaftsleistung Rumäniens in 2011 und mit 4,4% Wachstum in 2012, des Weiteren mit einem Rückgang der Arbeitslosigkeit von 7,6% in 2010 auf 6,6% in 2011 und 5,8% in 2012. Das Leistungsbilanzdefizit Rumäniens werde von 4,2% in 2010 auf 5% in 2011 und 5,2% in 2012 steigen, so der IWF. Auch schätzt die internationale Finanzinstitution, dass die Erholung der Wirtschaften, die vor Ausbruch der Krise rasant, aber nicht nachhaltig gewachsen waren, eher schleppend erfolgen wird − so auch jene Rumäniens, heißt es in der jüngsten Konjunkturprognose.



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Der Kommentar

Politische Trugbilder

Donnerstag, 12. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Immer öfter – und immer intensiver – wird in Rumänien über eine neue Partei diskutiert. Diese sei angesichts der seuchenartig um sich greifenden Politikverdrossenheit der Wähler dringend notwendig. Diese neue Partei, für die bürgerliche Intelektuelle gerade schwärmen, hat weder Geld, noch Medien auf ihrer Seite. Und noch weniger eine klare Ideologie. Klar, sie ist gegen Korruption. Aber Ehrlichkeit ist eine Grundeinstellung, keine Ideologie und schon gar keine Doktrin.

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Blog

Vom Bildungs- zum Wutbürger

Dienstag, 10. Mai 2011 von Alex Gröblacher

Die Debatte um den Gesetzentwurf zur Einführung von Synchronfassungen aller ausländischen Kino- und Fernsehfilme widerspiegelt die Einstellung in der rumänischen Gesellschaft auf perfekte Weise. Der Englisch und/oder Französisch sprechende Bildungsbürger hat sich zum Wutbürger gemopst, er hat Petitionen gegen die Initiative ins Internet gestellt und auf Facebook gewettert.

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