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Staatschef Basescu: Ändern die Liberaldemokraten ihre Einstellung gegenüber der Korruption nicht schleunigst, so schaffen sie bei den Wahlen nicht einmal 25%


Staatschef Basescu: Ändern die Liberaldemokraten ihre Einstellung gegenüber der Korruption nicht schleunigst, so schaffen sie bei den Wahlen nicht einmal 25%
Staatschef Basescu
Foto: Mircea Moira

In Rumänien hat Staatschef Traian Bansescu am Montagabend die regierenden Liberaldemokraten ins Gebet genommen: „Wenn die Liberaldemokratische Partei (PDL) ihre Einstellung gegenüber der Korruption nicht schleunigt ändert, schafft sie bei den Wahlen nicht einmal 25%“, sagte der Präsident im öffentlichen Fernsehen TVR. Bezüglich des der Großkorruption verdächtigten Klausenburger Bürgermeisters Sorin Apostu, der inzwischen aus der PDL suspendiert wurde, äußerte Basescu, es habe „schon seit mehr als 6 Monaten Informationen“ gegeben, „dass dort (in Cluj/Klausenburg – Anm. d. Red.) etwas faul ist“ − darüber habe „kategorisch“ auch Regierungschef Emil Boc Bescheid gewusst.



The Economist: Rumänien muss sein Korruptionsproblem endlich in den Griff kriegen


The Economist: Rumänien muss sein Korruptionsproblem endlich in den Griff kriegen
Foto: Thorben Wengert/pixelio.de

Rumänien müsse sein Problem mit der Korruption endlich in der Griff kriegen, zumal die Wachstumsprognose des Landes für das kommende Jahr nach unten, auf 1%, revidiert wurde und folglich wohl weitere Sparmaßnahmen ins Auge gefasst werden müssten, berichtete die Online-Ausgabe des britischen „The Economist“ am Samstag in der Rubrik „Eastern Approaches“.

In punkto Korruptionsbekämpfung seien Ermittlungen gegen korrupte Richter beileibe keine leichte Aufgabe, doch habe das Land auf Druck der EU immerhin eine Reihe von Untersuchungen eingeleitet, die hohe Magistraten sowie verschiedene Amtsträger anvisieren.



Vorsitzender des Rats der Auslandsinvestoren in Rumänien: Das hiesige Geschäftsumfeld ist viel zu korrupt, angesagt ist Null Toleranz


Vorsitzender des Rats der Auslandsinvestoren in Rumänien: Das hiesige Geschäftsumfeld ist viel zu korrupt, angesagt ist Null Toleranz
Steven van Groningen
Foto: raiffeisen.ro

Steven van Groningen, Vorsitzender des Rats der Auslandsinvestoren (CIS) in Rumänien und Präsident sowie CEO der heimischen Raiffeisen-Tochter, hat am Mittwoch die Defizite des rumänischen Geschäftsumfeldes gegeißelt und dabei insbesondere auf die gängige Korruption hingewiesen: Die Geschäftswelt hierzulande sei „viel zu korrupt“, es empfehle sich daher „Null Toleranz“. Rumänien müsse viel größere Anstrengungen unternehmen, um die negative Wahrnehmung der ausländischen Investoren zu ändern und sich zudem künftig nicht mehr hinter faulen Ausreden der Art, Korruption gebe es überall auf der Welt, verstecken, zitierte die Nachrichtenagentur Mediafax aus van Groningens Aussagen anläßlich der am Mittwoch erfolgten Vorstellung des jüngsten CIS-„Weissbuches“.



Regierungschef Boc feuert korrupten Staatssekretär


Regierungschef Boc feuert korrupten Staatssekretär
Foto: Rike/pixelio.de

In Rumänien hat Ministerpräsident Emil Boc am Sonntagabend den der Korruption bezichtigten Staatssekretär im Arbeitsministerium, Silviu Bian, bisheriger Chef der Landesagentur für Beschäftigung (ANOFM), umgehend entlassen. Bian war tags davor von Staatsanwälten der Antikorruptionsbehörde DNA in flagranti ertappt worden, als er von Beamten des Arbeitsamtes Brasov/Kronstadt Bestechungsgelder in Höhe von 82.000 Lei (knapp 19.000 Euro) entgegennahm, um sie im Zuge der bei den Arbeitsämtern des Landes anstehenden Personalkürzungen nicht auf die Liste der Freizustellenden zu setzen.



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Der Kommentar

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