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Staatschef Basescu: "Bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel verfehlt. Werde es auch mit Rumänien nicht tun"


Staatschef Basescu: "Bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel verfehlt. Werde es auch mit Rumänien nicht tun"
Foto: presidency.ro

In Rumänien hat Staatspräsident Traian Basescu am Mittwochabend in seiner am Vortag angekündigten Botschaft an die Nation erläutert, dass er sich der Unzufriedenheit der Bevölkerung angesichts der Opfer, die ihr durch die krisenbedingten Sparmaßnahmen abgefordert wurden, nur allzu wohl bewusst sei und sich künftig vermehrt um die Wiederherstellung des Vertrauens der Menschen zu den staatlichen Institutionen, einschließlich zur Präsidentschaft, bemühen wolle. Das Staatsoberhaupt versicherte, er wisse, was zu tun sei. „Ich bin Schiffskommandant und habe noch nie ein Ziel, einen sicheren Hafen, verfehlt. Ich werde es auch mit Rumänien nicht tun“, so Basescu.



Staatschef Basescu geht in die Offensive: Was Ponta und Antonescu wollen, ist ein unregiertes Land


Staatschef Basescu geht in die Offensive: Was Ponta und Antonescu wollen, ist ein unregiertes Land
Foto: presidency.ro

In Rumänien hat Staatspräsident Traian Basescu am Dienstagabend erstmals seit Ausbruch der Straßenproteste Bezug auf die sozialen Spannungen im Land genommen. Nach der Ablegung des Amtsamtes durch den neuen Außenminister des Landes, Cristian Diaconescu, im Präsidialpalast Cotroceni, sagte das sichtbar übermüdete, jedoch dezidierte Staatsoberhaupt in einer kurzen Ansprache, dass die Mission des neuen Chefdiplomaten derzeit laute, dem Ausland zu erläutern, dass Rumänien trotz aller Destabilisierungsversuche etlicher Oppositionspolitiker und „Fernsehsender eines ehemaligen Securitate-Spitzels“ auf dem richtigen Weg weiterzumachen gedenke.



   
Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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