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Winterchaos in Rumänien fordert erste Opfer


Winterchaos in Rumänien fordert erste Opfer
Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de

In Rumänien kämpfen Behörden sowie Tausende Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes, der Gendarmerie und der Armee pausenlos gegen das Schneechaos an, das im Südosten des Landes inzwischen erste Opfer forderte: In Tulcea starb ein diabeteskranker Mann, da die herbeigerufene Ambulanz nicht bis zu seinem eingeschneiten Dorf vordringen konnte, bei Giurgiu wurde ein Mann erfroren in seinem Pkw aufgefunden, während seine Frau in Lebensgefahr schwebt − Retter konnten sie zwar umgehend in ein Krankenhaus transportieren, ihre Erfrierungen sind jedoch so schlimm, dass die Ärzte ihren Zustand als kritisch bezeichnen. Insgesamt konnten nach Angaben der Behörden bis Donnerstagnachmittag mehr als 1300 Menschen gerettet werden, die in Autos, Kleinbussen oder Bussen in den stellenweise mehr als 3 Meter hohen Schneeverwehungen steckengeblieben waren.



Massengrab bei Popricani: Holocaust-Opfer waren größtenteils Kinder und Frauen


Massengrab bei Popricani: Holocaust-Opfer waren größtenteils Kinder und Frauen
Massengrab in Popricani
Foto: adrianchioflanca.blogspot.com

Vor genau einem Jahr entdeckten in Rumänien Archäologen des Iasier Geschichtsinstituts „A. D. Xenopol“ und des Bukarester Elie-Wiesel-Instituts zur Erforschung des Holocausts in einem Wald des Dorfes Popricani, unweit der nordöstlichen Großstadt Iasi, ein Massengrab mit Überresten von im Zweiten Weltkrieg ermorderter Juden. Inzwischen steht fest: 12 der bislang 36 geborgenen Opfer waren 2 bis 16 Jahre alte Kinder, in 9 Fällen handelt es sich um Frauenleichen, bei den restlichen 15 um Männer im Alter zwischen 17 und 80 Jahren, berichtete das Lokalblatt „Ziarul de Iasi“ am Mittwoch.

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"Manipulationsopfer": Europaabgeordneter Severin vergleicht sich mit Dominique Strauss-Kahn


"Manipulationsopfer": Europaabgeordneter Severin vergleicht sich mit Dominique Strauss-Kahn
MdEP Severin (fraktionslos)
Foto: socialistgroup.eu

Der bestechliche Europaabgeordnete Adrian Severin (franktionslos) ist am Montag vom Rechtsausschuss (JURI) des Europäischen Parlaments verhört worden, der sich dieser Tage der Immunitätsenthebung des Rumänen widmet. Severin ist bekanntlich einer der vier Europaabgeordneten, die die britische Sunday Times als bestechlich entlarvt hatte. Nach seiner Anhörung erklärte Severin der Nachrichtenagentur Mediafax, dass er sich weiterhin nach Kräften für eine „vollständige Aufklärung seines Falls“ einsetze − den er mit jenem des letzte Woche über eine Sex-Affäre gestürzten ehemaligen IWF-Chefs Dominique Strauss-Kahn verglich. Sie beide seien „Opfer“ von „Intrigen und Inszenierungen“, sagte Severin.



Außenministerium gibt Identität des in Afghanistan getöteten Rumänen bekannt


Außenministerium gibt Identität des in Afghanistan getöteten Rumänen bekannt
UN-Mitarbeiter Filaret Motco
Foto: OSCE Academy

Der am Freitag bei dem blutigen Angriff afghanischer Demonstranten in Masar-i-Scharif getötete Rumäne ist der 43-jährige UN-Experte Filaret Motco, der beim Regionalkommando Nord der UNAMA (United Nations Assistance Mission in Afghanistan) für politische Angelegenheiten zuständig war, teilte das Auswärtige Amt in Bukarest am Samstag mit.

Filaret Motco habe über eine langjährige Erfahrung als internationaler Experte verfügt, in Afghanistan sei er seit zwei Jahren für die Vereinten Nationen zunächst in Kandahar und danach in Masar-i-Scharif tätig gewesen. Davor hatte sich Filaret Motco auch an OSZE-Missionen in Tadschikistan, der Russischen Föderation, im Nordkaukaus (Tschetschenien und Kirgistan) beteiligt.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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