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Rumänien kämpft gegen Schnee und klirrenden Frost − Landeskreise Constanta und Tulcea von der Außenwelt abgeschnitten


Rumänien kämpft gegen Schnee und klirrenden Frost − Landeskreise Constanta und Tulcea von der Außenwelt abgeschnitten
Foto: H.J.Beyer/pixelio.de

In Rumänien kämpfen Behörden und Bevölkerung weiterhin gegen Schnee, Sturm und inzwischen auch gegen bitteren Frost: In der Hauptstadt Bukarest wurden am Freitagmorgen -10 Grad gemessen, im nördlichen Radauti gar -21 Grad Celsius.
Nach Angaben von Regierungschef Emil Boc steckten am späten Donnerstagabend noch 1008 Fahrzeuge (Kleinwagen, Kleinbusse, Busse, Lkw, Ambulanzen usw.) in den stellenweise mehr als 3 Meter hohen Schneeverwehungen fest, aus den Schneemassen gerettet wurden gestern 1.655 Menschen.

 



Winterchaos in Rumänien fordert erste Opfer


Winterchaos in Rumänien fordert erste Opfer
Foto: Thomas Max Müller/pixelio.de

In Rumänien kämpfen Behörden sowie Tausende Einsatzkräfte des Katastrophenschutzes, der Gendarmerie und der Armee pausenlos gegen das Schneechaos an, das im Südosten des Landes inzwischen erste Opfer forderte: In Tulcea starb ein diabeteskranker Mann, da die herbeigerufene Ambulanz nicht bis zu seinem eingeschneiten Dorf vordringen konnte, bei Giurgiu wurde ein Mann erfroren in seinem Pkw aufgefunden, während seine Frau in Lebensgefahr schwebt − Retter konnten sie zwar umgehend in ein Krankenhaus transportieren, ihre Erfrierungen sind jedoch so schlimm, dass die Ärzte ihren Zustand als kritisch bezeichnen. Insgesamt konnten nach Angaben der Behörden bis Donnerstagnachmittag mehr als 1300 Menschen gerettet werden, die in Autos, Kleinbussen oder Bussen in den stellenweise mehr als 3 Meter hohen Schneeverwehungen steckengeblieben waren.



Rumänien versinkt im Schneechaos


Rumänien versinkt im Schneechaos
Foto: Rainer Sturm/pixelio.de

Heftige Schneefälle, eingeschneite Städte, gesperrte Straßen, in den Schneemassen feststeckende Autos: Ein schwerer Schneesturm hat in Rumänien binnen 24 Stunden insbesondere die südliche Landeshälfte lahmgelegt, die Hauptstadt Bukarest war am Donnerstagmorgen größtenteils vor der Außenwelt abgeschnitten − einschließlich vom internationalen Flughafen Otopeni/Henri Coanda. Wegen des heftigen Windes gehen die Schneeräumungsarbeiten nur schleppend voran, da alsbald neue Schneeverwehungen entstehen.



Ostrumänien: Unwetterwarnung vor Schnee und Sturm


Ostrumänien: Unwetterwarnung vor Schnee und Sturm
Foto: sxc.hu

Der nationale Wetterdienst hat für das Wochenende eine Unwetterwarnung vor starkem Schneefall und Schneeverwehungen in ganz Ostrumänien herausgegeben: Ab Samstagnachmittag und bis Sonntagmittag ist in 14 Landeskreisen, nämlich in Neamt, Iasi, Bacau, Vaslui, Covasna, Vrancea, Galati, Prahova, Buzau, Braila, Tulcea, Constanta, Calarasi und Ialomita, mit schweren Schneefällen und Schneestürmen zu rechnen, Autofahrer müssten sich auf erhebliche Behinderungen einstellen.

In der Hauptadt soll es am Samstag, nach Angaben des Wetteramtes, zunächst schütten, in der Nacht zum Sonntag dürfte der Regen sodann in Schneeregen und Schnee übergehen.



   
Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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