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Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt


Billigstrom: Die "cleveren Jungs" knicken ein − Hidroelectrica-Verträge neu ausgehandelt
Foto: sxc.hu

In Rumänien scheint der zweite Versuch des heimischen Wasserkraftwerksbetreibers Hidroelectrica, eine Reihe ungünstiger Stromlieferverträge neu auszuhandeln, offenbar erfolgversprechend zu verlaufen. Seit Jahren beziehen hierzulande bekanntlich etliche große Stromverbraucher über Direktverträge − d.h. unter Umgehung der heimischen Strombörse −ihren Strom vom staatlichen Wasserkraftwerksbetreiber zu Niedrigstpreisen. Nach einer ersten gescheiterten Verhandlungsrunde hatte das Wirtschaftsministerium in Bukarest letzte Woche gedroht, die hochumstrittenen Verträge mit einer jahrelangen Laufzeit dem Justizministerium zwecks Prüfung einer umgehenden einseitigen Aufkündigung übermitteln zu wollen.



Investor-Magnet Jucu: Auch Tata Motors soll Einstieg im Zentralrumänien überlegen


Investor-Magnet Jucu: Auch Tata Motors soll Einstieg im Zentralrumänien überlegen
Tatas Billigauto Nano
Foto: Wikimedia Commons

Der indische Autobauer Tata Motors überlegt nach Angaben der heimischen Lokalbehörden eine Expansion nach Rumänien − genauer gesagt eine neue Produktionsstätte in dem durch den Nokia-Rückzug berühmt gewordenen zentralrumänischen Industriepark Tetarom III bei Jucu, Landeskreis Cluj/Klausenburg, teilte der Kreisratsvorsitzende Alin Tise am Wochenende mit. Tise hatte bereits im April 2011 erstmals eröffnet, dass der indische Autokonzern Gespräche über einen Einstieg vor Ort eingeleitet habe und dessen Investition hierzulande sich, sofern die Verhandlungen erfolgreich verlaufen, auf Dutzende Millionen Euro belaufen würde.



Regierung und IWF verhandeln über leichte Lohn- und Rentenerhöhungen


Regierung und IWF verhandeln über leichte Lohn-  und Rentenerhöhungen
IWF-Chefunterhändler Franks
und Regierungschef Boc
Foto: gov.ro

Der Schreck über die jüngsten Straßenproteste und auch die eigenen, ins Bodenlose gesunkenen Umfragewerte steckt den regierenden Liberaldemokraten (PDL) offensichtlich tief in den Knochen. Die Regierungspartei PDL habe am Montag Ministerpräsident Emil Boc mandatiert, mit der zurzeit in Bukarest weilenden Evaluierungsmission des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der EU-Kommission Verhandlungen über leichte Renten- und Lohnerhöhungen für die Staatsbediensteten ab April einzugehen, teilte der erste stellvertretende Vizepräsident der Liberaldemokraten, Sorin Frunzaverde, am Montag mit.



AUSLAND

Zähe Verhandlungen zu Griechenland-Lösung: Athen soll offenbar Haushaltskontrolle abgeben


Zähe Verhandlungen zu Griechenland-Lösung: Athen soll offenbar Haushaltskontrolle abgeben
Foto: Wilhelmine Wulff/pixelio.de

Im Ringen um das zweite Hilfspaket für Griechenland soll Deutschland nach Angaben von Finanzkreisen inzwischen darauf bestehen, dass Athen die Kontrolle über seine Haushaltspolitik an europäische Institutionen abgibt, berichteten die „Financial Times“ und die Nachrichtenagentur Reuters am Freitag. Der deutsche Vorstoß sieht offenbar vor, dass Zahlungen aus dem zweiten Hilfspaket erst dann fließen würden, nachdem die Finanzminister der Euro-Länder einen Beauftragten ernennen, der ein Veto gegen finanzpolitische Beschlüsse Athens einlegen kann.



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Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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