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WikiLeaks: Ex-EU-Kommissar Patten stufte Rumänien als "wilden Staat" ein


WikiLeaks: Ex-EU-Kommissar Patten stufte Rumänien als "wilden Staat" ein
Ex-Kommissar Chris Patten
Foto: Wikimedia Commons

Aus einem aus dem Jahr 2004 stammenden Dokument des ehemaligen britischen EU-Kommissars für Außenbeziehungen, Chris Patten, geht hervor, dass dieser weder Rumänien noch Bulgarien für beitrittsreif hielt, beide Länder seien für einen EU-Beitritt sogar weit weniger als Kroatien geeignet, so der Ex-Kommissar in seinem Protokoll, berichtete die britische Tageszeitung „The Guardian“ in ihrer Mittwochausgabe mit Bezug auf die jüngst von WikiLeaks ins Netz gestellten geheimen diplomatischen Dokumente. Patten zufolge sei besonders Rumänien ein „wilder Staat“, allerdings könne man davon ausgehen, dass es sowohl Rumänien als auch Bulgarien trotz ihrer Mankos früher als Kroatien in die EU schaffen würden, hielt Patton in seinem Protokoll fest.



WikiLeaks: US-Diplomaten übten Druck auf Rumänien aus

Rumänische Regierung sollte überzeugt werden, Kinderadoptionen für ausländische Familien wieder freizugeben
WikiLeaks: US-Diplomaten übten Druck auf Rumänien aus

 

Die US-Botschaft in Bukarest hat sich bereits 2006 dafür stark gemacht, dass Bukarest die im Januar 2005 auf Druck der EU erheblich erschwerten Adoptionen von rumänischen Kindern wieder zügiger vorantreibt. Ein entsprechendes Dokument sei auf Cablegate abrufbar, dem Abschnitt von Wikileaks, wo der Schriftverkehr zwischen US-Botschaften in der ganzen Welt und der Regierung in Washington veröffentlicht wird, berichtete die Online-Zeitung „Evenimentul Zilei“.



   
Der Kommentar

Ethnozentrismus made in Romania

Freitag, 03. Dezember 2010 von Alex Gröblacher

So, jetzt haben wir es Schwarz auf Weiss: Die rumänische Regierung hat sich den Vorschlag des liberaldemokratischen Abgeordneten Silviu Prigoana zur Änderung der Bezeichnung "Roma" in "Zigeuner" in der Amtssprache angeeignet. Auch gegen den Einwand des eigenen Außenministeriums, nach dessen Einschätzung die Änderung nichts bewirken wird, da in internationalen Dokumenten der Terminus "Roma" bleibt. Das Argument der Regierung ist fragwürdig: die Akademie der Wissenschaften hat ihr OK dazu gegeben, weil es in allen Sprachen sowieso Zigeuner, Gipsy, Gitanes usw heißt. Die Begründung ist kindisch: Ausländer werden nach der Änderung Roma nicht mehr mit Rumänen verwechseln.

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Blog

Krebsmarker für Nationalstolz

Montag, 08. November 2010 von Alex Gröblacher

Interessant, wie in Rumänien Nationalstolz die Berichterstattung selbst unbewusst verzerren kann. Zwei rumänische Forscher, berichteten dieser Tage die Printmedien (das Fernsehen war gerade damit beschäftigt, sich im emotionalen Morast der Lobreden auf den gerade verstorbenen Hofpoeten Ceausescus zu suhlen und sich die Haare über den immensen Verlust für die rumänische Kultur auszureißen), haben ein Gen entdeckt, das mindestens 11 Krebsarten gemeinsam ist und so entscheidend zur Krebsbekämpfung beitragen kann. Die Story war schon längst in den internationalen Medien erschienen. Wieso also die Verspätung? 

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