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Rumäniens Schengen-Beitritt offenbar weiterhin außer Reichweite


Rumäniens Schengen-Beitritt offenbar weiterhin außer Reichweite
Foto: ec.europa.eu

Der von Rumänien seit einem Jahr angestrebte und immer wieder vertagte Schengen-Beitritt dürfte auch in der ersten Jahreshälfte erneut ins Wasser fallen − die Nachrichtenagentur AFP erfuhr am Donnerstag am Rande eines informellen Treffens der EU-Innenminister, dass der Zwischenbericht der EU-Kommission zu den Fortschritten der beiden Schengen-Kandidaten Rumänien und Bulgarien in punkto Justizreform sowie Korruptions- und Kriminalitätsbekämpfung wieder ungünstig für das Nachbarland ausfallen wird. Da der Beitritt der beiden Länder jedoch nur im Paket erfolgen kann, blüht Rumänien laut AFP nun eben ein neuerlicher Rückschlag.



   
Der Kommentar

Sieben Tage Ungureanu

Mittwoch, 15. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Rumäniens neuer Premierminister Mihai Razvan Ungureanu ist jetzt seit einer Woche im Amt. Normalerweise kaum Zeit für eine vernünftige Bilanz, aber diese ersten Tage lassen immerhin gewisse Schlüsse für die nächsten etwa neun Monate bis zu den Wahlen zu. Ungureanu markiert den starken Mann. Es ist verständlich, dass er sich durch hartes Durchgreifen neu positionieren will. Dazu gehört aber mehr, als nur Sündenböcke zu bestrafen. Will er etwas beweisen, muss der neue Premierminister einen neuen Führungsstil entwickeln. Er hat im Außenministerium und beim Auslandsgeheimdienst gezeigt, dass er Reformen durchsetzen kann. Er muss es nur wollen. 

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Blog

Medien in selbstgebrauter Tinte

Donnerstag, 16. Februar 2012 von Alex Gröblacher

Die Auflagenstelle BRAT hat gerade die neuesten Zahlen über die Auflagen rumänischer Zeitungen und Zeitschriften veröffentlicht - Fazit des Berichts ist, dass die verkauften Auflagen in letzter Zeit um die Hälfte eingebrochen sind. Das muss niemanden wundern, am wenigsten die Medienmacher selbst, die sich diese Suppe selbst eingebrockt haben. 

Natürlich haben die Pleiten auf dem rumänischen Medienmarkt auch objektive Gründe, das größte Problem ist die Einstellung zum Verbraucher. Wollen Medien ihre gesellschaftliche Relevanz nicht verlieren, müssen sie schnell wieder ihre Glaubwürdigkeit erlangen. Das bedeutet allerdings ein Umdenken der Produktpolitik, wozu, denke ich, kaum jemand fähig ist. 
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