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Regierungschef Boc lädt Nokia-Vertreter zu Gesprächen vor

Konzern legt Entlassenen nahe, die Presse zu meiden
Regierungschef Boc lädt Nokia-Vertreter zu Gesprächen vor
Aus nach kaum 3 Produktionsjahren:
Das Nokia-Werk in Jucu, Cluj
Foto: panoramio/tonimese

Regierungschef Emil Boc hat am Donnerstagnachmittag die lokale Leitung des finnischen Telekommunikationsriesen Nokia zu Gesprächen nach Bukarest geladen, nachdem der Konzern am Morgen die Einstellung seiner Produktion in Rumänien und die Schließung seines Standortes in Jucu bekanntgab. Analysten zufolge dürfte sich der Ministerpräsident insbesondere der Angelegenheit der Kompensationszahlungen an die betroffenen 2.200 Beschäftigten gewidmet haben. Anschließend folgte eine Dringlichkeitssitzung der Regierung, die offenbar gleichfalls dem Abzug des Konzerns sowie den daraus entstehenden wirtschaftlichen Konsequenzen für den Raum Cluj/Klausenburg gewidmet war.



Regierungschef Boc fordert klaren Termin für Schengen-Beitritt


Regierungschef Boc fordert klaren Termin für Schengen-Beitritt
Foto: gov. ro

Rumäniens Regierungschef Emil Boc hat anläßlich seiner Gespräche mit dem ständigen EU-Ratspräsidenten Herman van Rompuy am Donnerstag einen klaren Termin für den Schengen-Beitritt des Landes verlangt: Rumänien habe alles in punkto Schengen-Acquis und Grenzschutz getan und erwarte, dass dieser Fakt als solcher anerkannt und nicht in Zusammenhang mit anderen Problemen wie der Kontroll- und Kooperationsmechanismus der EU im Bereich der rumänischen Justiz in Zusammenhang gebracht wird, berichtete die Nachrichtenagentur Mediafax.



Ex-Transportminister Berceanu vergleicht Regierungschef Boc mit Winston Churchill


Ex-Transportminister Berceanu vergleicht Regierungschef Boc mit Winston Churchill
Radu Berceanu
Foto: Mircea Moira

Der in diesem Herbst vom Ministerpräsidenten geschasste Transportminister Radu Berceanu scheint Emil Boc nichts nachzutragen: Obwohl Boc ihn vor die Tür gesetzt habe, sei und bleibe er der beste Regierungschef, unter dem er, Berceanu, gedient habe, sagte das liberaldemokratische Schwergewicht am Wochenende nach seiner Bestätigung im Amt des Vorsitzenden der PDL-Niederlassung Dolj. Ähnlich wie Winston Churchill, der Großbritanniens Geschicke während des Zweiten Weltkrieges ausschlaggebend bestimmt und kurz nach Kriegsende sodann die Wahlen verloren habe, kämpfe sich auch Emil Boc durch die gegenwärtig schwierigen wirtschaftlichen Zeiten durch.



Ex-Finanzminister Vlãdescu: "Das Wirtschaftsverständnis des Regierungschefs ist begrenzt"


Ex-Finanzminister Sebastian Vlãdescu hat am Sonntag in einem Gespräch mit dem Privatsender PRO TV mit Regierungschef Emil Boc abgerechnet. Die Fähigkeit des Ministerpräsidenten, die Komplexität der rumänischen Wirtschaft im aktuellen Krisenkontext zu verstehen, sei begrenzt, sagte Vlãdescu. Es handele sich um Limits, die ausschließlich von der Ausbildung des Regierungschefs herrühren (Emil Boc ist Rechtswissenschaftler − Anm. d. Red.), erläuterte der Finanzexperte, die jedoch in Krisenzeiten schnell zum Nachteil werden. „Der Ministerpräsident musste die Regierungsgeschäfte in Zeiten einer schweren Wirtschaftskrise übernehmen und in diesem Kontext ist sein Wirtschaftsverständnis eben begrenzt“, so Vlãdescu.



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Der Kommentar

Demokratie in Gefahr?

Freitag, 18. Mai 2012 von Alex Gröblacher

Acht NGOs aus der Bürgerrechtsbewegung haben der neuen rumänischen Regierung unlängst vorgeworfen, sich durch die im Senat durchgewunkene reine Mehrheitswahl nach britischem Modell eine breite Mehrheit sichern zu wollen. Eine andere NGO hat den gleichen Vorwurf vor einer Woche gemacht.  
Was ist eigentlich dran?
Was will denn das neue Wahlrecht, das eigentlich kein neues ist, weil es noch durch die Abgeordnetenkammer muss und höchstwahrscheinlich auch beim Verfassungsgericht angefochten wird?

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Blog

SIMN 2012: Internationale Woche der Neuen Musik in Bukarest

Samstag, 19. Mai 2012 von Sorin Georgescu

Mit der mittlerweile 22. Ausgabe des wohl wichtigsten rumänischen Festivals für zeitgenössische E-Musik setzen die Organisatoren auf einen Wiederholungseffekt. Auch in der werbegagmäßig neun Tage umfassenden und als „Natürlichkeit des Surrealen“ präsentierten Woche 19.- 27. Mai 2012 will man die seit mehreren Jahren eingeläutete Strategie fortsetzen, die Grenzen der Hörgewohnheiten zu sprengen und Alters- und Elitegruppendenken zu überbrücken. Entsprechend divers sieht auch diesmal das Genre- und Event-Angebot aus – Multimediales, Experimentelles, Performances und ungewöhnliche Aufführungssorte (wie etwa die Ruinen des Alten Hofs im Leipziger Viertel „Lipscani“ der Bukarester Innenstadt) gehören ebenso dazu wie herkömmliche Darbietungen in klassischen Konzertsälen.

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